Freitag, 12. April 2019

Insomnium - Träumende Schatten

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Infos zum Buch:

Insomnium – Träumende Schatten
Autorin: Cicer Arieti 
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 01.03.2019
Seiten: 484
Genre: Dystopie
Preis: 18,99 Euro (Broschiert)
Ebook: 4,99 Euro

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Klappentext:

Wenn der letzte Hoffnungsschimmer verschwindet … Lauf! Ein mitreißender dystopischer Roman um Ambers Kampf für eine bessere Zukunft!Nach neunzehn Jahren im Schutze der Mauern gelingt es Amber erstmals, die Sicherheit ihrer fortschrittlichen Sternstadt hinter sich zu lassen und die faszinierende Welt des „Außenbezirks“ zu erkunden. Mit dieser Expedition erhofft sie sich, ihren verschollenen Bruder wiederzufinden und den Ursprung der mörderischen Pandemie zu ergründen, die ihre Welt seit nunmehr 300 Jahren in Atem hält. 
Als sich die Tore zur Freiheit endlich öffnen, ahnt sie noch nicht, dass sie bald alles verlieren wird, was ihr jemals etwas bedeutet hat. Dass die klaren Konturen ihrer Zukunft und Vergangenheit mit jedem weiteren Schritt unaufhaltsam zu verschwimmen drohen. Und dass jene Menschen, deren Schatten so viel finsterer erscheinen als die allgegenwärtige Nacht, ihr Licht im Dunkeln sein werden …

(Quelle: www.piper.de)






Meine persönliche Meinung




Das Cover:
Das Cover ist einfach wunderschön, vor allem die Farbzusammensetzung und die leuchtende Schrift des Buchtitels zusammen mit dem Seitenprofil der Protagonistin harmonieren hier sehr.




Die Handlung:
Der Einstieg gelang mir recht leicht, man lernt zu Beginn die Protagonistin Amber kennen, ein zwar schüchternes, jedoch sehr intelligentes und sympathisches Mädchen. Zunächst erfährt man mehr über die dystopische Welt von Amber und ihrer Heimat der Sternenstadt. Eines Tages schließt sie sich einer Expedition an um die Insomnia, eine zombiegleiche Spezies zu erforschen. So verlässt sie zum ersten Mal in ihrem Leben den Schutz und die Sicherheit der Sternstadt.
Da man das Buch aus der Ich-Perspektive von Amber liest, erfährt  man auch recht viel über sie und ihr Leben. Ich mochte sie auf Anhieb, denn sie hat sehr viel Mut und wirkt trotzdem nicht übertrieben dargestellt und handelt besonnen.

Hier muss ich sagen hat die Autorin zwar mit ihrer dystopischen Geschichte das Rad nicht neu erfunden, jedoch war ich fasziniert von dem schauerlichen Zusammenspiel aus Dystopie und ein wenig Horror. Die schauerliche Atmosphäre konnte mich richtig beeindrucken.

Die Charaktere sind alle sehr authentisch und richtig gut ausgearbeitet. Der Schreibstil ist sehr flüssig und sorgt zudem für ein kurzweiliges Leseabenteuer.




Fazit:
Das Debüt der Autorin Cicer Arieti konnte mich voll und ganz begeistern und dafür gebe ich gerne die volle Punktezahl. Ich hoffe, in Zukunft von der Autorin noch öfters zu hören und zu lesen.




Elias und Laia - In den Fängen der Finsternis - Band 3

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Infos zum Buch:

Autorin: Sabaa Tahir 
Verlag: ONE (Bastei Lübbe)
Erscheinungstermin: 28.02.2019
Seiten: 528
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Preis: 18,00 Euro (Hardcover)
Ebook: 8,99 Euro



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Klappentext:

Wo Leben ist, ist Hoffnung

Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen - auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt.


(Quelle: www.luebbe.de)




Meine persönliche Meinung




Das Cover:
Das Cover passt sich optisch wunderbar der Buchreihe an, die schönen Augen der Protagonistin Laia im Fokus und im Hintergrund die Wüstenlandschaft. Es spricht mich in allen Dingen an und da ich ein Coverkäufer bin, würde die gesamte Buchreihe mich alleine schon wegen dem schönen Cover meinen Blick auf sich ziehen.





Die Handlung:
Viel zu lange mussten die Fans dieser Buchreihe auf eine Fortsetzung warten. Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, und siehe da, es wurde dann doch noch ein Erscheinungstermin für den dritten Band bekannt gegeben. Heiß ersehnt und ungeduldig musste ich natürlich direkt bei Erscheinen des Buches hineinlesen, jedoch muss ich gestehen, dass ich sehr wenig Erinnerung an Band 1 und 2 hatte. Also musste ich diese kurz vor Erscheinen des Buches nochmal rereaden. Aber ganz ehrlich, hätte ich dies nicht getan, wäre mir der Einstieg nicht so gut gelungen. Leider gibt es vor Kapitel 1 keinerlei Rückblende, was ich persönlich ein wenig schade finde.

Ich fand unglaublich schnell in die Welt von Elias und Laia hinein, da das Setting und die Charaktere nach wie vor einfach wunderbar sind. An den richtigen Stellen kommt Spannung auf. Auch haben die Charaktere seit Band 1 eine unglaubliche Weiterentwicklung durchlebt.

Sogar Helena konnte mich in diesem Band vollends überzeugen. Elias hatte sowieso schon seit der ersten Begegnung einen Platz in meinem Herzen und Laia sowieso.  Insgesamt stecken alle Charaktere so voller Leben und Energie, dass man sich in jeden einzelnen sehr gut hineinversetzen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr flüssig und man kann sich alles sehr bildlich vor Augen halten.



Fazit:
Mit “In den Fängen der Finsternis“ ist der Autorin Sabaa Tahir ein richtig spannender und auch actiongeladener Mittelteil gelungen. Nun kann ich es kaum abwarten, wann Band 4 erscheinen wird, ich hoffe nur, es dauert nicht wieder so ewig lange. Für mich ganz klar eine ganz gelungen Jugendbuchreihe, die mit vielen neuen Ideen aufwarten kann. Von mir gibt’s die volle Punktezahl mit 5 Büchersternchen.


Montag, 1. April 2019

Outliers - Gefährliche Bestimmung - Teil 3 - Die Entscheidung

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Infos zum Buch:

Titel: Outliers – Gefährliche Bestimmung – Die Entscheidung
Autorin: Kimberby McCreight
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 18.02.19
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Seiten: 352
Preis: 13,00 Euro (Broschiert)
Ebook: 9,99 Euro
Sonstiges: Band 3 einer Reihe

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Klappentext:

Die sensible Wylie kann der Internierungsanstalt, in der Mädchen wie sie wegen ihrer besonderen Fähigkeit festgehalten werden, entkommen. Sosehr sie auch die dramatischen Ereignisse vergessen will – sie wird erst wirklich in Sicherheit sein, wenn sie herausgefunden hat, wer sie jagt und warum. Mit ihrem Freund Jasper begibt sich Wylie auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit. Dabei wird sie vor eine harte Entscheidung gestellt: Ihre Bestimmung könnte den Tod bedeuten – doch sie ist auch der Schlüssel zur Rettung. Nur Wylie kann die anderen Mädchen vor einem schrecklichen Schicksal bewahren …






Meine persönliche Meinung







Das Cover:
Das Cover passt so unglaublich gut zu den beiden Vorgängerbänden, wobei mit hier das Türkies-Blau am besten gefallen hat. Im Fokus ist eine stark gereifte und starke Protagonistin, die zu allem entschlossen scheint. Wirkte Wylie auf den ersten beiden Covern noch verspielt und auch unsicher, so überzeugt sie hier mit Mut und Stärke.







Der Inhalt:
Zunächst gilt hier mein Dank dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares, welches aber meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

Im zweiten Band gab es ja jede Menge Action und endete mit einem fiesen Cliffhanger, jedoch dieser Band hier schließt auch fast nahtlos an seinen Vorgänger an. Wylie ist aus dem Gefängnis draußen und zuhause bei ihrem Bruder Gideon. Von ihrem Vater jedoch fehlt jegliche Spur. Die beiden begeben sich nun auf die Suche nach ihrem Vater, jedoch gestaltet sich dies zunächst als sehr schwieriges Unterfangen, da sie es mit einem sehr schlauen und starken Gegner zu tun haben. Zudem ist Wylie immer noch auf der Suche nach Antworten, wer und vor allem warum die Mädchen mit besonderen Fähigkeiten verfolgt werden.

Das Besondere an diesem Band ist, dass die Story abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Wylie, jedoch auch aus der Dritte-Person-Perspektive von Jasper und Riel geschildert wird. Anfangs fand ich das etwas verwirrend, jedoch gewöhnt man sich recht schnell an die Perspektivenwechsel.

Die Protagonistin Wylie ist mit jedem Buch merklich mehr gereift und mutiger geworden. Ging sie mir mit ihrer Agoraphobie in Band Eins manchmal noch auf den Keks, so bewunderte ich in diesem Teil umso mehr ihre Stärke und ihre Entschlossenheit.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr flüssig. Die komplette Story ist von Anfang an sehr spannend und gut durchdacht. Es ergab sich für mich ein sehr spannender Mix aus Thriller, Jugendbuch gepaart mit Elementen aus Fantasy und auch Romance.

Hier konnte dir Autorin mich vollends mit einer neuen Idee überzeugen und hat in mir eine treue Leserin gewonnen.

Am Schluss des Buches war ich richtig traurig, dass es nun schon mit der Trilogie zu Ende geht. Jedoch war das Ende für mich auch durchaus zufriedenstellend, so dass ich das Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge schließen konnte.







Mein Fazit:
Mit Outliers ist der Autorin eine grandiose Trilogie gelungen, die in meinen Augen sogar Potential hat, verfilmt zu werden. Für mich war es ein ganz tolles Leseerlebnis, dem ich nur zu gerne 5 Büchersternchen gebe. Ich hoffe, in Zukunft noch mehr von der Autorin zu lesen.





Donnerstag, 21. Februar 2019

Die schwarze Frau



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Infos zum Buch

Titel: Die schwarze Frau
Autorin: Simone St. James
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 18.02.2019
Seiten: 448
Genre: Drama
Preis: 10,- Euro (Taschenbuch)
Ebook: 9,99 Euro

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Klappentext:

Vermont 1950. Idlewild Hall ist ein Ort für Mädchen, die keinen anderen Platz in der Gesellschaft haben. Abends erzählen sich die Schülerinnen Schauergeschichten von der »schwarzen Mary«. Doch als eines Nachts eine von ihnen unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, wird der Schrecken real. 2014 ist das Internat eine Ruine, aber die Journalistin Fiona Sheridan kann nicht von Idlewild Hall lassen: Hier wurde vor 20 Jahren ihre Schwester ermordet. Als man bei Renovierungsarbeiten eine weitere Mädchenleiche findet, beginnt Fiona zu recherchieren. Dabei rührt sie an dunkle Geheimnisse, die besser für immer verborgen geblieben wären …



Meine persönliche Meinung




Das Cover:

Das Cover wirkt mysteriös, geheimnisvoll und ein wenig schaurig und ist einfach wunderschön anzusehen. Im Fokus steht wohl die junge Protagonistin Fiona, was ich auch richtig passend finde. Allein schon die hübsche Aufmachung des Buches hätte mich auf jeden Fall zum Kauf verleitet.




Der Inhalt:

An dieser Stelle mein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine persönliche Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst hat.

Das Buch beginnt zunächst mit Einblicken in die Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1950 und lernen hier die jungen Freundinnen Cece, Sonja, Roberta und Katie kennen, die das Internat Idlewild Hall besuchen. Dort geht seit Jahren die Legende von der schwarzen Mary herum (ja, Blody Mary lässt grüßen). Als plötzlich eines der Mädchen spurlos verschwindet, kann man sich schon denken, dass an der Sache tatsächlich etwas dran zu sein scheint.

Zeitgleich liest man das Buch aus der Sicht von der jungen Journalistin Fiona, deren Schwester in dem inzwischen verfallenen Internat ums Leben kam. Fiona versucht, dem Geheimnis um das Internat und dem Tod ihrer Schwester auf den Grund zu gehen, nicht zuletzt auch deswegen, weil dort auch noch eine weitere Leiche aufgetaucht ist.

So wird das Buch abwechselnd aus der Sicht von Fiona in der Gegenwart und den 4 Freundinnen aus der Vergangenheit erzählt. Mir persönlich hat am besten gefallen, wenn die jungen Internatsschülerinnen zu Wort kamen, denn das verlieh dem Buch einen sehr gruseliges und schauriges Flair.

Gemeinsam mit Fiona machte ich mich also auf die Suche nach Antworten. Was geschah damals 1950? Was geschah mit Fiona’s Schwester vor 20 Jahren? Woher kommt die andere Leiche? Was hat es mit der Legende um die schwarze Mary auf sich?

Das Buch versetzt den Leser von Anfang an in eine recht düstere und schaurige Stimmung. Das Internat wird sehr detailiert und bildlich beschrieben. Der Erzählfluss ist in beiden Zeitsträngen sehr spannend und gespickt durch unvorhersehbare Wendungen.

Die Charaktere waren mir alle 5 durchweg sehr sympathisch, ganz besonders Fiona, die ich für ihren Mut und ihre Ausdauer sehr bewunderte.

Am Schluss des Buches verstand es die Autorin, mich regelrecht zu überraschen, da ich mir das Ende so auch nicht vorgestellt hatte.




Fazit:

Mit diesem Roman ist der Autorin ein spannendes und zugleich auch gruseliges Werk gelungen, welches mich 2 Tage lang richtig in Atem gehalten hatte. Für meinen Geschmack hat das Buch alle Kriterien erfüllt, um 5 von 5 Büchersternchen zu vergeben.


Mittwoch, 20. Februar 2019

Mauerpost


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Infos zum Buch

Titel: Mauerpost
Autorinnen: Maike Dugaro, Anne-Ev Ustorf
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 11.02.2019
Seiten: 336
Genre: Jugendbuch/Drama
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch)
Ebook: 9,99 Euro

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Klappentext:

30 Jahre Mauerfall

Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …
 (Quelle: www.randomhouse.de)


Meine persönliche Meinung




Das Cover:

Das Cover ist recht schlicht, jedoch passt es haargenau zum Inhalt. Man sieht die beiden Mädchen Ines und Julia, um die es hier geht, eine der beiden hält auch einen Brief hoch, was den Kern des Buches richtig toll wiedergibt.





Die Handlung:

An dieser Stelle möchte ich zuerst dem cbt-Verlag danken für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, welches aber meine persönliche Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

Also zunächst muss ich gestehen, ich habe, als ich das Buch angefragt habe, nur den Klappentext gelesen und dachte: „Wow, klingt gut!“. Die Leseprobe ließ ich diesmal außer Acht.

Dann als das Buch bei mir ankam, wollte ich schon direkt reinschnuppern. Da dachte ich nach den ersten 10 Seiten: „Oh Gott, das ist ja nur ein Briefwechsel zwischen zwei jugendlichen Mädchen! Geht das jetzt etwa das ganze Buch so weiter?“  - Und ja, es ging so weiter. Tatsächlich beruht das Buch nur auf dem Briefwechsel der beiden Protagonistinnen Julia und Ines.


Aaaaaber, nach ein paar weiteren Seiten gewöhnte ich mich ganz schnell an die ungewöhnliche Erzählweise. Das Buch beginnt mit dem ersten Brief, geschrieben von der im Osten lebenden 16-jährigen Julia. Zunächst beschreibt sie ihr Familienleben mit ihren sehr strengen Eltern und ihrem total nervigen kleinen Bruder. Man merkt recht schnell, dass Julia unter den Einschränkungen der ehemaligen DDR ganz schön zu leiden hat.  Sie berichtet, wie die Eltern ihrer besten Freundin Tina einen Ausreiseantrag gestellt haben und ihr von daher nun der Umgang mit ihr verboten wird.

Ich selbst bin ein Kind der 80er und es kamen natürlich bei mir selbst Erinnerungen hoch, wie das damals war mit dem Mauerfall. Allerdings war ich damals auch selbst noch ein Kind und wusste auch nie, wie gut ich es im Westen eigentlich hatte.

Schnell wechselt dann das Kapitel zu der 13-jährigen Ines. Ines ist für mein Empfinden sehr reif und mir kam es so vor, als wäre sie schon mindestens ebenfalls 16.
Da Ines im Westen lebt, muss Julia ihr immer heimlich schreiben und die Briefe werden von Ines‘ Großtante Christa immer heimlich über die Grenze geschmuggelt.

Man lernt beide Mädchen ganz intensiv kennen und kann sich in beide auch wunderbar hineinversetzen.

Was also zunächst wie ein ganz harmloser aber dennoch verbotener Briefwechsel erscheint, entwickelt sich zu einem Familiendrama. Gemeinsam kommen die beiden Mädchen einem großen familiären Geheimnis auf die Spur, welches mich dann sogar gegen Ende des Buches emotional so aufgewühlt hatte, dass ich tatsächlich in Tränen ausgebrochen bin.

Der Schreibstil ist wie gesagt zu Beginn wirklich recht ungewöhnlich, aber dennoch sehr flüssig. Das Autorinnen-Duo beschreibt hier wirklich so detailgetreu, wie sich das damals in der ehemaligen DDR mit den ganzen Einschränkungen und der Stasi zugetragen hat. So manches Mal musste ich beim Lesen echt die Luft anhalten und hatte auch meine Fäuste vor lauter Wut geballt.
Die Geschichte nimmt in der Mitte des Buches so richtig ihren Lauf und ich mochte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. So habe ich es tatsächlich geschafft, die Geschichte innerhalb von nur einem einzigen Tag durchzulesen.



Fazit:

Dieses Buch ist wirklich ein ganz besonderer Schatz. Neben einem spannenden und zutiefst emotionalen Familiengeheimnis wartet das Buch mit sehr vielen geschichtlichen Aspekten auf. Ich würde sogar sagen, dass das Buch Potential hat, um als geschichtliche Lektüre in der Schule zu dienen. Hier gebe ich ganz klar meine vollste Leseempfehlung mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.


Heute wirst du sterben


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Infos zum Buch

Titel: Heute wirst du sterben
Autorin: Tammy Cohen
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 19.11.2018
Seiten: 400
Genre: Thriller
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch)
Ebook: 9,99 Euro

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Klappentext:

Eingesperrt mit einem Mörder. Jeder ist verdächtigt. Es gibt kein Entkommen.

Hannah hat ein ganz normales Leben – einen liebenden Ehemann, einen guten Job. Dann geschieht etwas Schreckliches, und Hannah verliert alles. Jetzt sitzt sie in einer psychiatrischen Klinik. An einem Ort, der sicher sein sollte. Doch Patienten sterben. Selbstmord, sagen die Ärzte. Hannah weiß, dass sie lügen. Aber niemand glaubt ihr. Kann sie irgendjemanden von der Wahrheit überzeugen, bevor der Mörder wieder zuschlägt? Oder wird sie sein nächstes Opfer sein?

(Quelle: www.randomhouse.de)




Meine persönliche Meinung





Das Cover:

Das Cover passt richtig gut, ganz klein im Hintergrund ist der Ort des Geschehens die psychiatrische Klinik zu sehen. Das Cover ist zwar schlicht, jedoch halte ich dies bei dem Genre Thriller ohnehin für passender, als wenn es zu überladen wäre.





Die Handlung:

An dieser Stelle zuerst mal ein liebes Dankeschön an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, welches meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst hat.

Unsere Protagonistin Hannah lernt man kennen, als sie sich bereits in der Klinik befindet. Sie hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich, welches sie nun hier bewältigen soll. Jedoch geschehen nach kurzer Zeit schon sehr merkwürdige Dinge. Zwei ihrer Mitpatientinnen sterben ganz plötzlich. Alle gehen von einem Selbstmord aus, jedoch nicht Hannah. Sie befürchtet, dass die Patientinnen einem Mord zum Opfer fielen und sie nun die Nächste sein wird. Immer mehr steigert sie sich in ihre panische Angst vor dem Mörder, jedoch zeitgleich hat sie das Gefühl, in die Irre geleitet zu werden. Sie traut ihrer eigenen Psyche nicht mehr über den Weg. Was ist Wahrheit und was spielt sich nur in ihrem Kopf ab.

Das Buch beginnt eher langsam und ruhig. Man kann sich gut auf die Protagonistin Hannah einstimmen und erfährt von ihren Gedanken und Ängsten. Größtenteils ist das Buch in der Ich-Form aus ihrer Sicht geschildert. Jedoch erhält man ab und an Einblicke in Hannah’s Leben vor dem Klinikaufenthalt. Man lernt auch zeitgleich ihre Mutter Corinne kennen und erfährt auch, wie es überhaupt dazu kam, dass Hannah sich professionelle Hilfe suchen musste.

Ich muss gestehen, oft wurde ich als Leserin auf’s Glatteis geführt und wusste selbst nicht, was ich von Hannah oder ihrer Mörder-Theorie halten soll. Mehr als einmal dachte ich, auf der richtigen Spur zu sein, nur um dann eines Besseren belehrt zu werden.

Der Schreibstil ist ruhig und flüssig, ohne dass Langeweile aufkommt. Die Seiten plätscherten trotzdem nur so dahin und ich wollt natürlich erfahren, ob Hannah Recht hat, oder ob ihr ihre Fantasie einen Streich gespielt hat.




Fazit:

Der Autorin ist hier ein spannender Thriller gelungen mit überraschenden Wendungen und einem Ende, welches so nicht abzusehen war. Für die volle Punktezahl zu vergeben, hat mir leider das gewisse Etwas gefehlt. Jedoch gebe ich mit 4 von 5 möglichen Büchersternchen ganz klar meine Leseempfehlung.


Kaiserliches Bücherreich

Kaiserliches Bücherreich