Donnerstag, 18. Februar 2016

Die Gilde der Rose - Dämonenfessel



Infos:

Autorin: Talira Tal
Genre: Fantasy
Seiten: 300
Erscheinungstermin: 15.01.2016
Format: ebook
Preis: 2,99 Euro


Leseprobe: KLICK


Inhalt:
Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten. Im Kampf gegen den Dämon stehen ihr ein Werwolf, eine Medusa und viele andere Fabelwesen zur Seite.








Persönliche Meinung:




Das Cover:
Das Cover ist wirklich was Besonderes. Es sticht durch die tolle Farbzusammensetzung hervor, es wirkt auf mich sehr romantisch und verspielt.




Die Story:
Freyja's Mutter wurde von dem Dämon Zeratostus 400 Jahre in die Zukunft verschleppt. Die Protagonistin macht sich nun auf die Suche nach ihr und mit Hilfe der beiden Vögel Blitz und Donner gelingt es ihr auch, in eben diese Zeitzone zu gelangen. Dort erhält sie Hilfe von dem smarten Werwolf Michael.

Die Autorin Talira Tal hat hier eine ganz eigene und fantastische Welt erschaffen und diese beschrieben. Viele wunderbare Fabelwesen und sehr vielseitige Charaktere begleiten den Leser durch dieses Abenteuer, ohne dass es zu überladen oder übertrieben wirkt.

Man durchlebt zwei unterschiedliche Zeitzonen, welche jeweils dem Leser sehr bildlich beschrieben werden.

Das Buch hält sehr viele Emotionen bereit, sowie eine gehörige Portion Spannung. Es macht einfach Spaß, an Freyja's Abenteuer in der Zukunft teilzuhaben.

Gegen Ende sind bei mir sogar ein paar Tränchen geflossen, so sehr hat mich das Buch emotional aufgewühlt, jedoch auf positive Art.



Die Charaktere:

  • Freyja war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie gewöhnt sich schnell an die Umstände ihrer Zeitreise, sie ist eine Kämpfernatur, mutig und zudem sehr liebenswürdig.
  • Der Werwolf Michel wirkt auf mich sehr charismatisch, einfach durch seine hilfsbereite Art und weil er auch ein sehr mutiges Wesen hat. Einfach zum Verlieben.
  • Auch die Nebencharaktere wie z. B. die Medusa Natalia und die Vampirhexe Vick überzeugen hier einfach durch Authentizität. Sie sind allesamt sehr gut gelungen und mir während des Lesens ans Herz gewachsen.




Fazit:
Dieses Buch war für mich etwas ganz besonderes. Es hat mich emotional sehr berührt und durch die ganzen vielseitigen Charaktere einfach verzaubert. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei der Autorin mal ganz herzlich für das Freiexemplar bedanken. Das Buch hat mich mit der vollen Punktezahl, also 5 von 5 möglichen Büchersternchen überzeugt.

Liebe Talira, ich warte sehnsüchtig auf eine Fortsetzung, bitte mehr davon! 


Samstag, 6. Februar 2016

Royal Passion




Infos:

Autorin: Geneva Lee
Verlag: Blanvalet
Erscheinungstermin: 18.01.2016
Seiten: 448
Genre: Romance/Erotik
Preis: 12,99 Euro (broschiert)
ebook: 9,99 Euro

ISBN: 978-3-7341-0283-7


Zu kaufen hier: Blanvalet


Leseprobe: KLICK




Klappentext:
Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …


Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?

(Quelle: Blanvalet Verlag)





Persönliche Meinung:


Das Cover:

Die Aufmachung hat an sich schon etwas sehr majestätisches, sie wirkt sehr edel und nicht zu überladen, also genau passend zur Geschichte.




Die Story:

Die Handlung wird ja an sich schon im Klappentext grob zusammen gefasst, dem möchte ich auch nicht zu viel mehr hinzufügen, da sonst die Gefahr besteht, das komplette Buch zu spoilern.

Also ich war ja ganz ehrlich in gespannter Erwartung auf dieses Buch, da es im Vorfeld sehr gut promoted wurde. Ich musste also wissen, was das schon wieder für ein neuer Hype um ein Buch ist. Hier danke ich vielmals dem Blanvalet Verlag, für das tolle Rezensionsexemplar und den wunderschön gestalteten Bleistift mit der Krone.



Die Geschichte hat so einiges zu bieten, von Spannung bis hin zu einer wunderschönen Romanze und natürlich auch einer gehörigen Portion Erotik. Man kann das Buch mit nichts vergleichen. Viele setzen es mit “Shades of Grey“ oder “After Passion“ gleich, jedoch hat für mich die Geschichte ein ganz eigenes Innenleben, so dass ich einem solchen Vergleich nicht zustimmen kann.

Der Schreibstil ist flüssig und auch fesselnd zugleich. Das Buch hat keinerlei Längen und bietet ein abwechslungsreiches Spektrum an Emotionen wie Liebe, Hass, Intrigen, Macht, Sehnsucht und Erotik. Diese werden sehr bildlich für den Leser dargestellt. Ein einziger kleiner Kritikpunkt für mich persönlich war, dass es für meinen Geschmack ein wenig zu viele Sexszenen gab, aber das ist ja auch nur meine ganz eigene Meinung.

Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und bietet eine geballte Ladung an Höhen und Tiefen, die aus der Sicht der Protagonistin Clara erzählt werden. Manches hat doch einige Parallelen zum englischen Königshaus.

Die junge Clara wird in eine Welt voller Etikette hinein manövriert, was vermutlich viele Mädchen in diesem Alter wohl erst mal abschrecken würde. Auch erlebt man hier unter den sogenannten gut Betuchten so mancherlei Vorurteile, u. a. Auch gegen die gleichgeschlechtliche Liebe.

Die Autorin Geneva Lee versteht es prima, die ganzen Intrigen und Machtspielchen, sowie auch erotischen Handlungen zu beschreiben, ohne dabei zu übertreiben oder das Ganze zu aufgesetzt wirken zu lassen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.


Der Verlauf der Geschichte entwickelt sich recht interessant und spannend, so dass es dem Leser beinahe unmöglich erscheint, das Buch auch nur eine Sekunde wieder aus der Hand legen zu wollen.

Der Fokus der Handlung ist auf Clara und Alexander gesetzt. Beide wirken auf ihre Art sehr sympathisch und überzeugend.

Der Cliffhanger am Ende ist nicht ganz so schlimm, so dass man zwar auf die Fortsetzung warten kann, aber sich umso mehr dann freut.




Die Charaktere:


  • Clara ist ganz klar das typische Goodgirl, sie wirkt sympathisch und auf ihre Weise sehr natürlich. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass sie sich ein wenig mehr durchsetzt, aber gerade das macht auch wiederum ihren Charakter aus.

  • Alexander ist ein Badyboy, der einen mit seinem Charme einfach bezaubern muss. Er ist draufgängerisch und hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, was ihn auch auf seine Art liebenswert macht. Ganz klar, ein junger Mann zum verlieben und dahinschmelzen.



Fazit:


Eine wunderschöne Geschichte um das Königshaus, die für Spannung und schlaflose Nächte sorgt. Ich freue mich bereits jetzt schon auf Teil 2. Für mich war dieses Buch definitiv ein atemberaubender Lesegenuss, der mich mit spannenden Handlungen und authentischen Charakteren überzeugen konnte, daher vergebe ich die volle Punktezahl.





© Vivien Kaiser von “Vivi's Chamer of books“Ro

Dienstag, 26. Januar 2016

Die Vertriebenen - Die Prophezeiung von Desenna



Infos zum Buch:

Autor: Kevin Emerson
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungstermin: 11.01.2016
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Seiten: 480
ISBN: 978-3-453-26786-2
Preis: 8,99 Euro (Taschenbuch)

ebook: 7,99 Euro


Zu kaufen hier: Heyne fliegt



Klappentext:

Die Menschheit hat nur noch eine Chance ...

Es ist Owen und Lilly gelungen, aus Camp Eden zu fliehen. Doch nun beginnt der gefährlichere Teil ihrer Mission: Sie müssen sich durch die lebensfeindliche Welt schlagen, in der überall Verrat lauert. Schließlich sind sie gezwungen, in der schwarzen Stadt Desenna haltzumachen. Können sie den Menschen hier trauen? Als sie endlich wichtige Hinweise auf das Ziel ihrer Reise finden, droht ein finsteres Geheimnis alles zu zerstören …





Persönliche Meinung



Das Cover:
Das Cover ist wieder gut gelungen und passt richtig gut zum Vorgänger. Genau so stellte ich mir während des Lesens Owen und Lilly vor. Und die Pyramide im Hintergrund passt farblich, sowohl auch zur Handlung richtig gut dazu.






Die Story:
Der Einstieg war recht einfach, aber das lag auch daran, dass ich den ersten Teil unmittelbar zuvor gelesen hatte, so musste ich mir die Geschehnisse aus Band 1 nicht nochmal neu abrufen, sie waren schon gespeichert. Das Buch beginnt dort, wo der erste Teil aufhört. Es hat einen recht rasanten Start und das komplette Buch legt ein rasches Tempo an den Tag.

Den Protagonisten ist die Flucht vor Paul und dem Camp Eden geglückt. Nun begeben sie sich auf eine gefährliche Reise durch eine total zerstörte und verlassene Welt. Als sie schließlich an einem kleinen Ort Rast machen, treffen sie dort auf ein merkwürdiges Ehepaar. Sie sollen sich sofort auf den Weg nach Desenna machen um dort eine uralte Prophezeiung zu erfüllen. Dort angekommen lernt Owen das Mädchen Sieben kennen und ist sogleich von ihr fasziniert. Das gefällt Lilly aber gar nicht und schließlich zieht sie sich immer mehr zurück.

Ich muss gestehen, dieser Teil hat mich doch etwas überrascht und das nicht immer ganz zum Positiven. Dieser Band übertrifft den Ersten bei Weitem an Brutalität und Grausamkeit. Das ist nun nicht so ganz mein Geschmack. Auch wirkt das Buch recht trist und düster auf mich.

Die Charaktere habe mir hier wieder sehr gut gefallen, denn sie erhielten hier deutlich mehr Tiefgang. Owen hat auf mich im ersten Teil noch eher wie ein unreifer Junge gewirkt, das hat sich hier vollkommen geändert.

Was mir auch nicht so gut gefiel (ACHTUNG!!! SPOILER!!!) - einer der Protagonisten scheidet nun aus, ich verrate aber nicht, wer. Das mag ich an Büchern generell nicht so gut, schließlich gewöhnt man sich doch an die Charaktere und gewinnt sie während des Lesens auch lieb.


An Spannung und Action hat dieses Buch seinen Vorgänger wirklich übertroffen. Es wird zu keiner Zeit langweilig und so hatte ich das Buch auch innerhalb von 2 Tagen durch.





Fazit:
Alles in allem gefällt mir der Plot dennoch sehr gut. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil ist auch sehr flüssig.
Auf die Fortsetzung bin ich dennoch sehr gespannt und ich werde sie auf jeden Fall lesen. Ich hoffe nur, dass die Fortsetzung etwas weniger brutal sein wird.

Ich vergebe hier 3 von 5 möglichen Büchersternchen



© Vivien Kaiser von “Vivi's Chamber of Books“


Sonntag, 17. Januar 2016

Die Krone des Schäfers - Ein Märchen von der Scheibenwelt




Infos:

Autor: Terry Pratchett
Verlag: Manhattan
Seiten: 385
Erscheinungstermin: 09.11.2015
Genre: Fantasy
Preis: 17,99 Euro (broschiert)
ebook: 13,99 Euro

Zu kaufen hier: Manhattan Verlag


Leseprobe: klick mich!!!









Klappentext:

Noch einmal tut sich Großes auf der Scheibenwelt …
Tiffany Weh, die junge Hexe aus dem Kreideland, musste einige beeindruckende Gegner bezwingen und viele Prüfungen bestehen, bevor die anderen, erwachsenen Hexen der Scheibe sie als eine der Ihren akzeptierten. Nun ist die sie die offizielle Hexe ihrer Heimat, stolz und glücklich – und steht doch vor ihrer bisher größten Herausforderung. Denn tief im Kreideland rührt sich etwas: Ein alter Feind sammelt neue Kraft. Und nicht nur hier, auf der ganzen Scheibenwelt hat eine Zeit der Umbrüche begonnen. Grenzen verschwimmen, Allianzen verschieben sich, neue Mächte entstehen. Tiffany muss wählen zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Gut und Böse. Als sich eine gewaltige Invasion ankündigt, ruft Tiffany die Hexengemeinde auf, ihr beizustehen. Denn der Tag der Abrechnung rückt näher ...



Persönliche Meinung




Das Cover:

Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet. Im Fokus stehen die junge Hexe Tiffany und das Kätzchen Du. Der blaue Hintergrund ist ein herrlicher Kontrast zu Tiffany's schwarzem Kleid und passt von der Farbe her auch gut zu den Vorgängerbänden.





Die Story:

+++ACHTUNG – RIESENSPOILER +++ (wer die vorherigen 5 Bände aus der Tiffany-Weh-Reihe noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension erst gar nicht lesen).

Schon bei dem ersten Kapitel musste ich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen – Oma Wetterwachs ist tot. Oh nein, dachte ich, das muss ein Scherz sein, ein ganz übler noch dazu. Terry Pratchett kann doch unmöglich meinen Lieblingscharakter sterben lassen. Also wäre der Autor nicht bereits selbst tot, so hätte ich wohl Mordgelüste bekommen. Aber Spaß bei Seite. Esme Wetterwachs ist schon zu Anfang des Buches gestorben und hinterlässt eine Riesenlücke. Als ihre Nachfolgerin hat sie die junge angehende Hexe Tiffany Weh bestimmt. Diese nimmt das Amt an und somit auch eine riesengroße Herausforderung, denn nicht nur die Region von Oma Wetterwachs benötigt eine Hexe, sonder auch ihre Heimat, das Kreideland.

Anfangs noch total motiviert pendelt sie mit ihrem Besen nun täglich zwischen Lancre und dem Kreideland hin und her und merkt allmählich, wie viel ihr dies doch abverlangt. Völlig erschöpft stellt sie einen Lehrling ein, der ihr ein wenig unter die Arme greift. Kein anderer eignet sich dafür besser, als der junge Gottfried, der jüngste Spross von einem echten Lord.

Während Tiffany nun alle Hände voll zu tun hat, bereitet sich unterdessen ein alter Feind auf einen Kampf gegen die Scheibenwelt vor. Die Königin der Elfen und ihr Gefolge wollen die Menschheit unterwerfen, jedoch habe sie nicht mit der Widerstandsfähigkeit von Tiffany und den anderen Hexen gerechnet.

Der Einstieg war recht einfach, obwohl zwischen dem vorherigen Band und diesem Buch 3 Jahre lagen. Sofort fühlte ich mich wieder mit der Scheibenwelt und ihren Bewohnern so vertraut, da sehr oft altbekannte Charaktere wieder in Erscheinung treten.

Das Mädchen Tiffany selbst ist zu einer erwachsenen und mutigen Frau gereift. Es machte Spaß, während den kompletten 5 Bänden ihre Entwicklung mitzuerleben.

Ein klitzekleiner Kritikpunkt war für mich, dass man merkt, dass an diesem Buch noch andere Autoren mitgemischt haben. So wird z. B. der Charakter Agnes Nitt plötzlich hier Agnes Depp umbenannt. Hier hätte man nochmal sollen ein wenig sorgfältiger recherchieren. Aber dennoch fand ich es großartig, dass Terry Pratchetts letztes Werk dennoch vollendet wurde.


In der Mitte des Buches erleben wir, wie sämtliche Charaktere nochmal Beachtung finden, und sei es nur, indem sie ganz kurz erwähnt werden. Es war für mich so, als hätten alle möglichen liebgewonnenen Charaktere hier eine kurze Statistenrolle erhalten und würden somit dem Autor nochmal extra die letzte Ehre erweisen. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn so fällt einem der Abschied von Tiffany und der Scheibenwelt ein klein wenig leichter.

Gegen Ende wird es sogar richtig actiongeladen und auch dramatisch. Der Kampf der Hexen gegen die Elfen wird hier in aller Ausführlichkeit beschrieben und man kann nicht anders, als zu hoffen, dass das Ganze für Tiffany und ihre Freunde nochmal gut endet.

Auch hat das Buch für mich wieder einen lehrreichen Faktor hervorgebracht. Tiffany zeigt nämlich, dass es auch möglich ist, seinem Feind die Hand zum Frieden zu reichen, sich sogar für diejenigen einzusetzen, die am Ende sind. So hat mich am Ende die ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihr und der Elfenkönigin sehr berührt und selbst zum Nachdenken angeregt. Es ist einfach, sich für seine Freunde einzusetzen, jedoch zeugt es auch von Charakter und Herzenswärme, auf den Feind zuzugehen, und seinen Frieden mit diesem zu besiegeln.





Charaktere:

  • Tiffany hat für mich einfach an Stärke gewonnen. Zu Anfang in den ersten Bänden noch das recht eigensinnige Kind hat sie sich hier in eine reife und besonnene Dame verwandelt, die es nie müde wird, den weniger Glücklichen zu helfen.

  • Nanny Ogg ist und bleibt für mich nach Oma Wetterwachs das absolute Highlight der Scheibenweltromane. Durch ihre vulgäre und liebenswert-trottelige Art trug sie wie immer dazu bei, dass ich mir sehr oft den Bauch vor Lachen halten musste.

  • Den junge Lord Gottfried Schwenk mochte ich schon gleich zu Beginn des Buches sehr. Er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Ein tierlieber Vegetarier, der für seine Träume kämpft und sich auch durch seine Familie nicht beirren lässt.

  • Nachtschatten, die Elfenkönigin gefiel mir hier auch sehr gut. Sie durchlebt wohl die größte Wandlung von allen. Durch Tiffany lernt sie, was es heißt, sich für seien Freunde einzusetzen.





Fazit:

Mit seinem leider letzten Werkt ist es Terry Pratchett gelungen, mich noch einmal bestens zu unterhalten. Für mich ist es ein wundervoller Abschluss der Scheibenwelt-Ära. Zwar ist dieses Buch nicht sein bestes Werk, dennoch vergebe ich hier die volle Punktezahl. Mir wird die Scheibenwelt mit all seinen liebenswerten Charakteren einfach fehlen.




© Vivien Kaiser von “Vivi's Chamber of Books“

Samstag, 16. Januar 2016

The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben



Infos:
Autor: Soman Chainani
Verlag: Ravensburger
Seiten: 512
Genre: Fantasy, Märchen
Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahre
Preis: 16,99 Euro (gebunden)
ebook: 14,99 Euro


Zu kaufen hier: Ravensburger

Leseprobe klick mich




Klappentext:
Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen. Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe ...



Persönliche Meinung:



Das Cover:
Zum Cover gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass es außerordentlich schön gestaltet ist. Mich persönlich erinnert es ein wenig an einen japanischen Manga. Beide Protagonistinnen sind wunderschön und konträr dargestellt, genau so hatte ich mir die beiden auch während des Lesens vorgestellt.




Die Story:
Der Einstieg des Buches gelang mir sehr leicht. Wir lernen als Leser die beiden Hauptprotagonistinnen Sophie und Agatha kennen. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch haben sie eine ganz besondere Verbindung zueinander. Sophie lernen wir als erstes kennen, wunderschön vom Äußeren und die typische klischeehafte Märchenprinzessin, die bereits nach den ersten Seiten schon durch ihre arrogante und sehr egoistische Art unangenehm auffällt. Ihr größter Traum ist es, an der Schule für Gut und Böse aufgenommen zu werden und in ihrem eigenen Märchen zu landen, selbstverständlich auf der Seite der Guten und möglichst als Märchenprinzessin mit einem wunderschönen Prinzen an ihrer Seite. 

Ungewöhnlicher Weise ist ihre beste Freunde die eigenartige und recht verschrobene Agatha. Aggie ist so ganz anders als Sophie. Sie schert sich einen Dreck um Äußerlichkeiten und steht mit beiden Beinen im Leben. Für die Fantastereien und Märchenträume ihrer Freundin Sophie hat sie so rein gar nichts übrig.

Für den Leser steht zu Anfang fest: Sophie ist die wunderschöne Prinzessin, Aggie die griesgrämige Hexe. Jedoch es kommt ganz anders. Beide Mädchen werden vom Schulmeister entführt für die Schule für Gut und Böse. Allerdings landet die schöne Sophie auf der Seite der Bösen, während Aggie in die Schule der Guten verfrachtet wird. Beide sind erst einmal geschockt und sind der Meinung, dass es sich doch da nur um eine ganz große Verwechslung handeln muss.

Beide Mädchen müssen nach einiger Zeit lernen, sich in ihrer jeweiligen Umgebung einzufügen und anzupassen, was beiden natürlich alles andere als leicht fällt. Beide versuchen, den Schulmeister umzustimmen, sie auf die jeweils richtige Seite zu schicken. Dieser jedoch lehnt dies strikt ab, verspricht aber, beide zurück in ihre Heimat Gavaldon zu schicken, wenn sie ein Rätsel lösen, welches er ihnen aufträgt, aber alles andere als leicht zu lösen ist.

In der Mitte des Buches erleben wir, wie sich das Verhältnis von Aggie und Sophie immer mehr verschlechtert. Die Beziehung der beiden wird immer spannungsgeladener und schließlich werden die beiden Freundinnen zu erbitterten Gegnerinnen.

Als Sophie sich dann auch noch in den gutaussehenden Thedros aus der Schule der Guten verliebt, zählt für diese die Freundschaft zu Agatha gar nichts mehr.


Unzählige Prüfungen stehen den beiden Mädchen auf beiden Seiten bevor, die sie allerdings nur gemeinsam bewältigen können. Viele altbekannte Märchen treten bei den Prüfungen in den Fokus und weil das gesamte Buch auf dem Konzept von Märchen aufgebaut ist, hat es mir nur noch umso besser gefallen.

Gegen Ende des Buches verschwimmen die Grenzen. Wer ist Gut und wer ist Böse?

Die Handlung ist durchgehend spannend, düster und auch romantisch. Es lässt sich nicht genau voraus sagen, was als nächstes passieren wird. Die Spannung wird durch überraschende Wendungen gesteigert und endet in einem grandiosen Finale. Gott sei Dank gibt es ja noch zwei Fortsetzungen, die auch beide schon auf englisch erschienen sind, da ich nicht mehr so lange warten kann.

Neben den beiden Protagonistinnen lernt der Leser viele interessante Nebencharaktere kennen, die alle auf ihre eigene Art und Weise sehr liebevoll ausgearbeitet und beschrieben worden sind.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil man das Gefühl hat, dass die Worte bewusst gewählt wurden und nicht einfach nur so dahin geschrieben. Die Grundidee des Buches hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, auch wenn sie mit einigen Klischees behaftet war, was aber nicht weiter stört.




Die Charaktere:
  • Für viele Leser ist Protagonistin Agatha wohl mit dem typischen hässliche Entlein gleichzusetzen, dass sich nach und nach in einen wunderschönen Schwan verwandelt. Jedoch Kraft ihrer Wärme und Herzensgüte war sie für mich bereits von Anfang an wunderschön, da sie einfach ein wundervolles Wesen hat, wie man es leider heutzutage selten noch findet.

  • Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich mag Sophie einfach und das obwohl sie eigentlich eine unsympathische und egoistische Zicke ist. Sie ist sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und für einen Jungen lässt sie schon mal ihre beste Freundin fallen. Jedoch fand ich gerade ihren Charakter wahnsinnig interessant und sie hat es sehr oft geschafft, mich mit ihren Zickereien zu erheitern. Teilweise hat sie mich mit ihrem Schönheitskult ein wenig an mich selbst erinnert (Schande über mein Haupt), was mich des Öfteren schmunzeln ließ.

  • Mit Thedros wusste ich nicht wirklich was anzufangen. Dass Aggie ihn als Lackaffen bezeichnet fand ich sehr passend, denn was Anderes ist er in meinen Augen nicht. Als Märchenprinz sieht er natürlich wahnsinnig gut aus, jedoch ist das auch schon alles, denn seinen Charakter fand ich einfach nur arrogant und teilweise sehr nervtötend.





Fazit:
So ein tolles Buch hatte ich schon lange nicht mehr gelesen und das nicht nur, weil ich ein absoluter Märchenfan bin. Die Story hat für mich in vielerlei Hinsicht auch einen lehrreichen Faktor. Denn ist es nicht auch im realen Leben so, dass die Meinung, die wir Menschen zu Anfang von einander haben, oftmals bei der ersten Begegnung von äußeren Faktoren beeinflusst und geprägt wird und wir den weniger “schönen“ Menschen leider erst mal mit großen Vorurteilen begegnen? Nicht nur für Märchenfans ist dieses Buch ein absolutes Muss.


Hier bin ich sogar traurig, dass mein Bewertungssystem nicht mehr als 5 Sternchen hergibt, denn für mich hat es noch viel mehr als die volle Punktezahl verdient.


© Vivien Kaiser von “Vivi's Chamber of Books“

Sonntag, 10. Januar 2016

Buchvorstellung Witch Hunter



BUCHVORSTELLUNG - NEUERSCHEINUNG


Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch mal ein Buch vorstellen, dessen Cover mich wirklich sehr anspricht.

Ist die Buchgestaltung nicht wunderschön?



Hier findet ihr schon mal die Infos zu dem Buch:

                                        Autorin: Virginia Boecker
                                        Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv junior)
                                        Seiten: 400
                                        Erscheinungstermin: 18.03.2016
                                        Genre: Fantasy
                                        Empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre


Inhalt:

Wer ist Freund? Wer ist Feind?
Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.



Um in das Buch schonmal reinzuschnuppern, könnt ihr hier schon mal reinlesen: LESEPROBE

Ich wünsche euch viel Spaß beim Reinschnuppern!


Dienstag, 1. Dezember 2015

Das Feuerzeichen



Infos zum Buch

Autorin: Francesca Haig
Verlag: Heyne fliegt
Genre: Dystopie
Seiten: 480
Erscheinungstermin: 26.10.2015
Preis: 16,99 Euro (gebunden)
ebook: 13,99 Euro

Altersempfehlung: ab ca. 13 Jahren


Zu kaufen hier: HEYNE fliegt


Inhalt:
Als Zwillinge geboren, zu Feinden erzogen
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Durch eine nukleare Katastrophe wurde die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Es ist eine Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Zwillinge, die so eng miteinander verbunden sind, dass sie ohne einander nicht überleben können. Allerdings hat immer einer von beiden einen Makel. Diese sogenannten Omegas werden gebrandmarkt und verstoßen.

Es ist die Welt der jungen Cass, die selbst eine Omega ist, weil sie das zweite Gesicht besitzt. Während sie Verbannung, Armut und Demütigung erdulden muss, macht ihr Zwillingsbruder Zach Karriere in der Politik. Cass kann und will diese Ungerechtigkeit nicht länger ertragen und beschließt zu kämpfen. Für Freiheit. Für Gerechtigkeit. Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn sollte Zach dabei sterben, kostet das auch Cass das Leben …





Persönliche Meinung:



Das Cover:

Die Buchgestaltung finde ich hier richtig gelungen, obwohl sie doch eher schlicht ist, aber alles andere wäre für so eine Geschichte auch zu überladen gewesen. Auf beigem Hintergrund prangt bedrohlich das Omega, das Feuerzeichen, mit dem die “Omegas“ in der Geschichte gebrandmarkt werden.



Die Story:

Nach einer großen Katastrophe, die den größten Teil der Menschheit ausgelöscht hat existiert nur noch eine Zweiklassengesellschaft unterteilt in Alphas und Omegas. Es werden nur noch Zwillingspärchen geboren, von denen ein Kind ohne jeglichen Makel ist, der sog. Alpha. Das zweite Kind ist immer mit einem sichtbaren Makel behaftet, entweder ein fehlendes oder verstümmeltes Körperteil. Dies sind die sog. Omegas. Während die Alphas ein recht privilegiertes Leben genießen dürfen, fristen die Omegas ein trostloses Leben als Ausgestoßene, als Freaks, die in eigenen Siedlungen ohne jeglichen Luxus leben müssen. Armut und Hunger bestimmt das Leben der Omegas.

Dann gibt es aber auch noch sehr wenige Omegas, die ohne jegliche körperliche Beeinträchtigung geboren werden, die sog. Seher. Sie haben mentale Fähigkeiten wie z. B. die Zukunft vorhersagen.

Eine von ihnen ist die junge Cass. Sie schafft es jahrelang, bei ihrer Alphafamilie und ihrem Zwillingsbruder Zach unerkannt zu leben, bis ihr Zwillingsbruder sie irgendwann entlarvt. Als Ausgestoßene muss Cass nun in eine Omegasiedlung ziehen und ein Leben in Armut verbringen. Zuvor wurde sie mit dem Zeichen der Omegas gebrandmarkt.

Cass arrangiert sich mit ihrem Leben bis zu dem Zeitpunkt, als ihr Zwilling sie entführen und in ein dunkles Verlies sperren lässt. Zach ist nun zu einem hohen Tier im Rat aufgestiegen und muss um sein Leben bangen. Denn sollte jemand seine Zwillingsschwester töten, würde es automatisch, so wie bei jedem Zwillingspärchen, auch seine Tod bedeuten.

Cass gelingt es zu fliehen zusammen mit dem Omega Kip. Gemeinsam brechen sie auf, um “Die Insel“ zu suchen, ein Zufluchtsort für Omegas, voller Rebellen, die sich gegen das grausame Regime der Alphas auflehnen. Ihre Flucht ist ein gefährliches Unterfangen, da die beiden überall gesucht werden und ständig in der Angst leben müssen, von den Alphas entdeckt zu werden.


Der Beginn des Buches ist schon recht rasant. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Cass erzählt. Wir erleben auf den ersten Seiten ihre Entführung hautnah mit.
Im späteren Verlauf werden immer Rückblenden aus Cass früherem Leben eingespielt. Das macht das Ganze für den Leser leichter, Cass Gefühle zu verstehen und warum sie ihren grausamen Zwillingsbruder Zach trotz allem nicht hassen kann.

Die Grundidee, eine Welt zu erschaffen, die nur aus Zwillingspaaren besteht, fand ich grandios, denn in all den Dystopien, die ich bisher gelesen habe, war so etwas noch nie da gewesen.

Auch fand ich die Unterdrückung der Omegas durch ihre Zwillinge sehr gut geschildert. Teilweise allerdings fand ich das Buch doch sehr brutal, wenn man bedenkt, dass es sich hier um Menschen mit Behinderungen handelt, die auf's Grausamste unterdrückt werden. Selbst vor Hinrichtungen schreckt die Regierung nicht zurück und genau diese werden hier richtig detailgetreu beschrieben, so dass ich beim Lesen des Öfteren eine Gänsehaut bekam und richtig mit den Omegas mitfühlte.


Die Welt in der die Zwillinge leben ist eine Welt ohne Fortschritt und Technik, sehr dem Mittelalter ähnlich. Die hat auch seinen Grund, da die Menschheit im sog. “Vorher“ es beinahe geschafft hätte, sich mittels einer großen Explosion fast vollständig zu vernichten.

In der Mitte des Buches erleben wir eine recht rasante Flucht von Cass und Kip, die ständig gefahr laufen, entdeckt zu werden.

Gegen Ende gewinnt das Buch an Spannung, so dass es mir beinahe unmöglich war, das Buch aus der Hand zu legen. Die Lage spitzt sich zu und es kommt zum Kampf zwischen Alphas und Omegas.

Fast am Schluss wartet das Buch mit einer ganz unerwarteten Wendung der Handlung auf, so dass ich an manchen Stellen echt die Luft anhalten musste.




Die Charaktere:

  • Cass ist eine sehr besonnene Frau, mit einem sehr ausgeprägten Maß an Gerechtigkeitsempfinden. Trotz allem schafft sie es nicht, ihren Bruder zu hassen. Ich bewundere sie für ihr mutiges und authentisches Auftreten.

  • Kip mochte ich gerade wegen seinem Sarkasmus. Selbst wenn die Lage noch so aussichtslos war, er brachte es immer fertig, mich mit seinen Sprüchen zum Lachen zu bringen.

  • Zach ist der hassenswerteste Charakter im ganzen Buch, allerdings ist sein Part als Gegenspieler richtig gut ausgearbeitet.




Fazit:

Dieses Buch hat es tatsächlich geschafft, mich stundenlang in Atem zu halten. Selten habe ich eine Dystopie gelesen, die so gut durchdacht ist, und mit neuen Ideen den Leser begeistern kann.

Für Dystopie-Fans ist dieses Buch einfach ein absolutes MUSS!!!

Ich vergebe hier die volle Punktezahl mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.






© Vivien Kaiser von “Vivi's Chamber of Books“


Kaiserliches Bücherreich

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