Freitag, 5. Juni 2020

Die Telefonistin - Mrs. Dalton hört mit

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Infos zum Buch

 
Titel: Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit
Autorin: Gretchen Berg
Verlag: DIANA
Seiten: 400
Genre: Drama
Erscheinungstermin: 11.05.2020
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch)
Ebook: 9,99 Euro 

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 Klappentext:

Niemand kennt die Einwohner einer beschaulichen Kleinstadt in Ohio so gut wie Telefonistin Vivian Dalton. Sie verbindet Telefonleitungen und Leben. Zuhören darf sie zwar streng genommen nicht, doch sie tut es trotzdem. Eines Nachts belauscht sie ein Gespräch und erfährt, dass ihr Mann angeblich mit einer weiteren Frau verheiratet sein soll. Empört will Vivian beweisen, dass an diesem Gerücht nichts dran ist – das wäre ja ein Skandal! Schon bald merkt sie aber, dass in einer Kleinstadt immer ein Geheimnis zum nächsten führt …
(Quelle: www.randomhouse.de)





 Meine persönliche Meinung 
 



Das Cover:

In das Cover habe ich mich direkt verliebt – voll retro – total schick. Passt so richtig gut zur Story.




Die Handlung:

Der Einstieg gelang mir recht leicht, obwohl ich mich erst an die Protagonistin gewöhnen musste.

Ganz ehrlich, meine Namensvetterin Vivian war anstrengend und nervig. Denkwürdig fand ich auch, dass sie sogar zugibt, dass sie nicht die hellste Kerze auf der Torte ist und schlimmer noch, es scheint sie nicht im Geringsten zu stören. Direkt nach den ersten zwei Seiten dachte ich: "ok, die Dame ist wirklich sehr einfach gestrickt, das kann ja was geben". Jedoch nach ca 100 Seiten dachte ich einfach nur noch: "..... ist die hohl!"

Vivian verkörpert das perfekte klischeehafte Bild einer neugierigen Ehefrau aus den 50er Jahren.  Neidisch auf das scheinbar so perfekte Leben der Nachbarin Betty Miller geht sie manchmal eher frustriert ihrem Job als Telefonistin nach. Schamlos belauscht sie dabei die Privatgespräche der ganzen Stadt. Dabei erfährt sie ein schockierendes Gerücht, welches ihren guten Ruf und ihre Ehe zerstören könnte.

Statt den Wahrheitsgehalt des Gerüchts zu ergründen, versucht Vivian alles menschenmögliche, ihren guten Ruf zu wahren und geht dabei manchmal ziemlich rücksichtslos vor.

Ich muss zugeben, anhand des Klappentextes hatte ich eigentlich eine amüsante Story wie in Desperate Housewieves erwartet. Stattdessen bekam ich eine frustrierte und von Vorurteilen behaftete Vorstadtehefrau, die ziemlich gut in die Rolle eines Dummchens passt.  Gleich zu Beginn schildert Vivian, dass sie Probleme mit Fremdwörtern wie z. B.  „mannigfaltig“ hat und daher auch sogar von ihrer Tochter manchmal nicht ganz voll genommen wird. Mir erging es ähnlich wie der Tochter. Ich konnte Vivian nicht ganz ernst nehmen und musste mehr als einmal völlig fassungslos den Kopf schütteln. Manchmal habe ich mich auch richtig für sie fremdgeschämt, eben weil es ihr an Bildung und Allgemeinwissen fehlt.

Ich kann das Buch auch irgendwie nicht so ganz einer Kategorie zuordnen, das ist in all meinen Bloggerjahren bisher noch nicht vorgekommen.


Die Geschichte an sich dümpelt so dahin, nicht sonderlich spannend, aber auch nicht langweilig. Ich wollte schon erfahren, wie es mit Vivian weitergeht und was ihr als Nächstes so einfällt.

Die Zeit der 50er wurden wurde hier von der Autorin richtig gut eingefangen und wiedergegeben. Man fühlte sich so richtig in die Zeit der Hausfrauen mit der dazugehörigen Mode versetzt. Der Schreibstil ist auch recht flüssig.




Mein Fazit:

Das Buch klang vom Klappentext her sehr spannend, leider hat es meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Zum Schluss blieb ein dickes Fragezeichen in meinem Gesicht und ich fragte mich: was will mir die Autorin mit dieser Story mitteilen? Daher vergebe ich auch leider nur 3 von 5 möglichen Büchersternchen.


Freitag, 8. Mai 2020

Meine beste Freundin



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Infos zum Buch:

Titel: Meine beste Freundin
Autorin: Sarah Alderson
Verlag: Goldmann
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 21.04.2020
Seiten: 400
Preis: 10,00 Euro (Taschenbuch)
Ebook: 9,99 Euro

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Klappentext:

Seit Jahren hat die unscheinbare Lizzie nicht mehr an ihre ehrgeizige Kollegin Becca gedacht. Obwohl online befreundet, nahm Becca im wahren Leben kaum Notiz von ihr und verschwand nach einem schrecklichen Unfall schließlich ganz. Als Lizzie plötzlich ein Tinder-Date mit James, Beccas attraktivem Exfreund, vorgeschlagen wird, kann sie ihr Glück kaum fassen. Becca, die laut Facebook mittlerweile das perfekte Leben führt – Designstudio, erfolgreicher Ehemann, süßes Baby –, hätte doch sicher nichts dagegen. Doch mit Freunden wie Becca braucht Lizzie keine Feinde …

 (Quelle: www.randomhouse.de)

 
Meine persönliche Meinung



Das Cover:
Das Cover wirkt geheimnisvoll mit der junge Frau, deren Rückansicht zu sehen ist.
Bei dem Titel ist das Wort „beste“ zweimal durchgestrichen, so kann man sich schon denken, dass es um die Art Freundin geht, bei der man sich keine Feinde mehr erlauben kann.




Der Inhalt:
Gleich zum Einstieg musste ich schon schmunzeln. Man liest die Perspektive von Lizzie, die zunächst schildert, was ihre Arbeitskollegin Becca wohl für ein Mensch ist. Ja, wer kennt sie nicht, die ganzen Poser mit ihrer Selbstdarstellung auf Facebook, mit ihrem Hang zu gefühlten 1000 Hashtags, wie geil doch ihr Leben ist. Und seien wir ehrlich, fast jeder hat so jemanden in seiner Freundesliste und schon mal mehr als einmal darüber den Kopf geschüttelt.

Lizzie scheint zunächst eine sehr nette, wenn auch etwas unsichere junge Frau zu sein. Nach langer Zeit des Suchens auf Tinder wird sie von einem Traummann angeklickt. Doch ist James kein geringerer als der Exfreund von ihrer früheren Arbeitskollegin Becca, zu der Lizzie aber seit ein paar Jahren keinen Kontakt mehr hat.
Zwischenzeitlich erfährt man, wie es kam, dass Lizzie von Becca nichts mehr gehört hat. Nach einem schrecklichen Unfall auf der Betriebsweihnachtsfeier verschwand Becca plötzlich und niemand hatte je wieder etwas von ihr gehört.

In der Gegenwart macht Lizzie dann das, was wohl jede junge Singlefrau getan hätte: sie ruft im Internet das Profil von Becca auf. Nach langem Suchen endlich fündig, entdeckt sie Becca’s neues Profil und staunt nicht schlecht. So führt diese nun das perfekte Leben mit einem perfekten Mann, perfekten Haus und einem Baby.
Diese Neuigkeit muss Lizzie natürlich mit ihrer besten Freundin Flora teilen, jedoch kommt die Nachricht, in der sie erst mal kräftig über Becca und deren Kind abgelästert hat nicht bei Flora, sondern bei Becca persönlich an. Dass diese nun auf Rache sinnt, versteht sich von selbst.

Scheinbar ist Becca darauf aus, Lizzies Leben zu zerstören. Sie sorgt dafür, dass diese ihre Arbeit verliert und geht sogar noch weiter, indem sie Lizzies Existenz kaputt machen möchte.

Zu alldem scheint es aber wenigstens einen Lichtblick in Lizzies Leben zu geben. Das Date mit James ist erfolgreich und beide kommen sich tatsächlich näher. Jedoch hat Lizzie die Rechnung ohne Becca gemacht.

Zunächst sieht es so aus, als hätte man es mit einer psychisch gestörten, ehemaligen Arbeitskollegin zu tun, die nichts auslässt, um das Glück von Lizzie zu zerstören. Oder?
Die ersten Kapitel liest man aus der Ich-Perspektive von Lizzie. Jedoch switcht die Autorin dann plötzlich um und Becca meldet sich zu Wort, ebenfalls aus der Ich-Perspektive.

Was zu Beginn eher wie ein Drama aussieht, spitzt sich nach und nach zu einem sehr spannenden Psychothriller zu. Anfangs war mir Lizzie noch sehr sympathisch, was sich jedoch im Laufe des Buches in’s komplette Gegenteil umschlägt. Man lernt auch Becca besser kennen und versteht plötzlich, warum sie so reagiert.

Im letzten Drittel schaffte es die Autorin, mich mit einer Wendung zu überraschen, die ich gar nicht für möglich gehalten hätte. Nun stellt sich die Frag, wer ist Opfer, wer ist Täter? Hat man es hier gar mit zwei Psychopathinnen zu tun? Gekonnt wird man im ersten Drittel auf’s Glatteies geführt. Diese Wendung hat mich sehr überrascht und mir sehr gut gefallen. Denn das ist es, was meiner Meinung nach einen spannenden Psychothriller ausmacht.
So manches Mal dachte ich einfach nur: „what the fuck, sie kann doch nicht …..!!!“



Mein Fazit:
Mit diesem Buch ist der Autorin ein sehr spannender und unter die Haut gehender Psychothriller gelungen, den ich kaum aus der Hand legen wollte. Es stimmt einfach alles. Ein aufregender Plot, überraschende Wendungen, authentische Charaktere, was erwartet man von einem Thriller mehr?
Für mich war das ein sehr kurzweiliges Vergnügen, welches 5 von 5 möglichen Büchersternchen verdient hat.


Freefall - Die Wahrheit ist dein Tod


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Infos zum Buch:

Titel: Free Fall – Die Wahrheit ist dein Tod
Autorin: Jessica Barray
Sprecherinnen: Gabriele Blum und Yara Blümel
Genre: Thriller
Format: mp3-CD
Laufzeit: 9 h, 42 Min
Erscheinungsdatum: 13.01.2020
Verlag: Random House Audio


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Klappentext:
Wenn dein Leben eine Lüge ist, kann die Wahrheit dich töten
Ein Flugzeug stürzt über einem unwegsamen Gebiet in den Rocky Mountains ab. Als Einzige überlebt die dreißigjährige Ally. Völlig auf sich gestellt, muss sie versuchen, sich durch die Wildnis zu kämpfen. Doch jemand ist ihr auf den Fersen – jemand, der sicherstellen will, dass niemand das Unglück überlebt. Allys Kampf ums Überleben wird zu einem Wettlauf gegen einen mörderischen Verfolger. Tausende von Kilometern entfernt will Allys Mutter Maggie nicht glauben, dass ihre Tochter tot ist. Jahrelang hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihr. Jetzt setzt sie alles daran, die Wahrheit herauszufinden – und was sie über ihre Tochter erfährt, erschreckt sie zutiefst. Ally führte ein glamouröses Leben in der Welt der Reichen und Schönen, immer nah am Abgrund. Wie viel davon war echt und was war nur Fassade? Während sie dem gefährlichen Geheimnis, das Ally aufdecken wollte, immer näher kommt, gerät sie selbst in größte Gefahr.

(Quelle: www.randomhouse.de)




Meine persönliche Meinung



Cover:
Das Cover ist für das Auge sehr ansprechend und verspricht eine sehr spannende, sowie Dramatische Story. Von der Gestaltung her ist es schon recht düster, aber passend zum Geschehen.




Der Inhalt:
Die Anfang dreißigjährige Ally, die als einzige Passagierin an Bord eines Flugzeug in den Rocky Mountains den Absturz überlebt hat, kämpft nun um ihr Leben. Zunächst wird die Geschichte aus ihrer Sicht geschildert. Der Hörer/Leser erlebt mit, wie Ally sich schwer verletzt und mit Schmerzen durch die Wälder schleppt. Zugleich scheint noch jemand hinter Ally her zu sein, der ihren Tod will. Das wird von der Autorin sehr bildhaft dargestellt, so dass man sich gleich in den ersten paar Minuten auf das Geschehen einlassen kann und glaubt, das alles selbst live mitzuerleben.
Als Ally aufgrund des Absturzes für tot erklärt wird, glaubt einzig und allein ihre Mutter Maggie an deren Überleben.

Die aus der Ich-Perspektive geschilderten Situationen wechseln zwischen Maggie und Ally. An den richtigen Stellen macht die Autorin einen Switch zwischen den beiden Protagonistinnen, so dass enorm viel Spannung aufkommt.

Während Ally durch die Wildnis irrt, versucht Maggie herauszufinden, was genau passiert ist. Sie hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihrer einzigen Tochter, welche sich seit dem verändert zu haben scheint.

Die Autorin baut hier gekonnt Rückblicke in die Vergangenheit ein, welche es leichter machen, beide Protagonistinnen besser zu verstehen. Die düstere Stimmung des Buches ist beinahe greifbar.

An den richtigen Stellen lässt Jessica Barray hier Spannung aufkommen, jedoch wird manches in die Länge gezogen.

Ich persönlich hätte das Buch eher in die Kategorie Psychothriller oder sogar Familiendrama eingeordnet.

Die beiden Hörbuchsprecherinnen haben beide sehr angenehme Stimmen und es macht Spaß, ihnen zu lauschen. Ich habe das Hörbuch immer während der Fahrt zur Arbeit und nach Feierabend gehört und mich schon richtig auf die Autofahren gefreut.



Mein Fazit:
Hier ist der Autorin ein sehr spannendes und packendes Psychodrama gelungen mit Sogwirkung. Wegen der Längen, die manchmal aufkamen, gebe ich dem Buch leider nicht die volle Punktezahl, jedoch für das tolle Setting verdiente 4 von 5 möglichen Büchersternchen.




Samstag, 21. März 2020

Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin



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Infos zum Buch:

Titel: Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin
Teil einer Reihe: ja, Teil 1 von 3
Autorin: R. F. Kuang
Genre: Fantasy
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 20.01.2020
Seiten: 672
Preis: 16,00Euro (Broschiert)
ebook: 12,99 Euro

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Klappentext:

Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.






Meine persönliche Meinung





Das Cover:
Das Cover ist richtig gut gelungen. Im Fokus die kämpferische Protagonistin Rin, fühlte ich mich tatsächlich ein wenig an Mulan erinnert. Die Gestaltung des Buchcovers passt richtig gut zum Inhalt.





Die Handlung:
Gleich zu Beginn lernt der Leser diese Welt, geprägt von Krieg und Armut, durch die Augen der jungen Runin, kurz Rin, kennen.
Rin ist eine Waise und lebt bei ihrer Adoptivfamilie, welche sie nur ausnutzt und für ihren illegalen Opiumhandel missbraucht. So führt sie ein trostloses Leben, in der einzig und allein ihr kleiner Adoptivbruder ein Lichtblick ist. Ihre Zukunft sieht noch düsterer aus. Um weiterhin den illegalen Opiumhandel zu sichern, soll Rin an den doppelt so alten Inspektor als Ehefrau verkauft werden. Um diesem Schicksal zu entgehen, setzt Rin alles daran, um an der Kriegsakademie in Sinegard angenommen zu werden, was ihr auch gelingt.

Jedoch muss sie sich dort gegen überhebliche Kommilitonen behaupten, die Rin wegen ihrer ärmlichen Herkunft verspotten.

Die Welt, die die Autorin hier sehr detailreich beschreibt, ist sehr grausam und düster. Geprägt von politischen Konflikten, Unterdrückung der Armen und Vorurteilen, muss sich hier ein junges Mädchen einen Platz schaffen. Gespannt verfolgte ich den Weg von Rin und war über ihre Entwicklung sehr überrascht, und auch erfreut. Rin ist für mich eine sehr mutige junge Frau, die jedes Hindernis zu überwinden scheint. Tatsächlich hat mich ihr starker Charakter sehr an Mulan erinnert. Sie ist sehr intelligent, mutig, stark und ehrgeizig. Sie lässt sich nicht entmutigen und genau das macht eine wundervolle Protagonistin für mich aus.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, die Spannung an den richtigen Stellen aufkommen zu lassen. Die Kämpfe und Manöver der Armee waren für meinen Geschmack etwas zu bildhaft beschrieben und auch teilweise sehr langatmig. In der zweiten Hälfte legt die Autorin sogar noch eine Schippe drauf, da dort die Handlung sehr brutal wird. Hier wäre meiner Meinung nach auch vorab eine Triggerwarnung angebracht gewesen, da hier Verstümmelung, Vergewaltigung, grausamer Mord und Folter sehr genau in Szene gesetzt wurden.

Das Buch ist als Trilogie angesetzt und ich kann es kaum erwarten, wenn es endlich mit Rin weitergeht. Jedoch muss ich auch diesen Teil erstmal sacken lassen, da hier sehr viele Emotionen und Eindrücke auf mich niedergeprasselt sind.




Mein Fazit:

Also wer hier eine romantische Fantasystory erwartet, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Es ist zwar ein Fantasybuch über eine Schamanin, jedoch liegt der Fokus hier auf der grausamen Unterdrückung sämtlicher Völker. Das Setting ist sehr düster und nichts für schwache Nerven. Jedoch konnte die Story voll und ganz meinen Geschmack treffen. Ich vergebe hier 4 von 5 Büchersternchen für ein originelles Setting und eine ausdrucksstarke Schreibweise.


Freitag, 28. Februar 2020

Die Wälder


(WERBUNG)


Infos zum Buch:

Titel: Die Wälder
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autorin: Melanie Raabe
Genre: Thriller
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsdatum: 27.12.2019
Seiten: 432

Preis: 16,00 Euro (Broschiert)
ebook: 12,99 Euro

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Klappentext:
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ... 

(Quelle: www.randomhouse.de)


Meine persönliche Meinung



Das Cover:
Für einen Thriller, der viel Spannung verspricht, ist die Buchgestaltung genau richtig. Das Cover wirkt geheimnisvoll und man fragt sich direkt, welche Dinge in dem Wald wohl lauern.






Der Inhalt:
Ich muss zu Beginn sagen, die ist das erste Buch, welches ich aus der Feder dieser Autorin gelesen habe, obwohl von ihr schon Bücher existieren. Warum eigentlich?
Der Einstieg in’s Buch gelang mir recht leicht. Die Protagonistin Nina erhält die Nachricht, dass ihr Kindheitsfreund Tim plötzlich und unerwartet verstorben ist. Sie bricht aus allen Wolken, vor allem, da Tim wohl zuvor dringend versucht hat, sie zu erreichen. Tim hat ihr eine Botschaft hinterlassen: Nina soll seinen verschollenen Schwester finden, die scheinbar in den Wäldern, welche ihren Geburtsort, ein kleines abgelegenes Dorf umgeben, verschwunden ist. Zunächst noch unentschlossen, macht sich Nina dann doch auf, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Auch scheint Nina nicht die Einzige zu sein, die von Tim gebeten wurde, sich auf die Suche nach der verschwundenen Schwester zu machen.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass Nina und ihre Freunde durch ein Verbrechen traumatisiert sind, das wohl in ihrer Kindheit lag. Wie das Ganze mit dem Verschwinden von Tim’s Schwester zusammenhängt, klärt sich dann im Verlauf der Geschichte.

Ist die Story zu Beginn etwas langatmig, schafft die Autorin es, die Spannung mit jedem Kapitel ab der Hälfte dann zu steigern.

Der Hauptpart wird aus der Erzählerperspektive geschildert, jedoch kurze Einblicke in die Vergangenheit geben uns die Gedanken und Rückblenden der Freunde, die damals noch Kinder waren. Dass bei den Rückblenden die Schrift kleiner wird, fand ich hilfreich.

Die Charaktere sind alle sehr interessant, wenn auch gleich mir keiner davon so besonders sympathisch war.

Das Ende muss ich sagen, kam mir persönlich etwas zu abrupt und war auch vorhersehrbar.

Die Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich denke, das wird nicht mein letztes Buch von Frau Raabe gewesen sein.






Mein Fazit:
An für sich ist das Buch sehr spannend. Ein gekonnter Mix aus Thriller und Drama haben mich sehr gut unterhalten. Trotz kleiner Kritikpunkte gebe ich dem Buch gerne 4 von 5 möglichen Büchersternchen.





Birthday Girl


(WERBUNG)


Infos zum Buch:

Titel: Birthday Girl
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autorin: Sue Fortin
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 09.12.2019
Seiten: 481

Preis: 10,00 Euro (Broschiert)
ebook: 9,99 Euro



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Klappentext:

Sie spielen ein perfides Spiel. Doch nur eine kennt die Regeln.
Für ihren Geburtstag hat sich Joanne etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie lädt ihre drei besten Freundinnen zu einem Wochenende in eine abgelegene Hütte in den schottischen Wäldern ein. Und sie hat dafür ein Spiel vorbereitet. Denn was die anderen voneinander nicht wissen: Jede von ihnen verbirgt ein dunkles Geheimnis, und Joanne plant, jedes einzelne nach und nach zu enthüllen. Doch dann ist plötzlich eine von ihnen tot. War es ein Unfall oder Mord? Können die Freundinnen einander noch trauen oder hat das tödliche Spiel um die Wahrheit gerade erst begonnen?

(Quelle: www.randomhouse.de)





Meine persönliche Meinung






Das Cover:
Das Cover passt recht gut zu einem Thriller. Die junge Frau im roten Mantel scheint vor etwas oder jemandem auf der Flucht zu sein. Anhand der Buchgestaltung würde ich mich schon mal auf einen spannenden Thriller gefasst machen.





Der Inhalt:
Der Einstieg gelang mir sehr leicht. Man lernt als Leser die Protagonistin Carys kennen, die eine zugegebenermaßen etwas merkwürdige Geburtstagseinladung erhält von ihrer Freundin Joanne. Außer ihr sind noch zwei weitere Freundinnen, Andrea und Zoe eingeladen. Zunächst sieht es so aus, als wären alle 4 Frauen beste Freundinnen und ziemlich dicke miteinander. Jedoch wird man recht schnell ernüchtert.

Die drei Frauen werden von einem Privatjet abgeholt und nach einer beschwerlichen Fahrt landen sie mitten in der Pampa von Schottland, ganz weit abgeschieden vom nächsten Ort in einem einsamen Haus mitten im Wald. Schon jetzt merkt man, dass die Stimmung immer eisiger wird. Als dann auch noch ihre Handys eingesammelt werden, wusste ich, das kann nichts Gutes bedeuten.

Joanne, die die drei anderen bereits erwartet hat, hat sich ein etwas merkwürdiges Spiel ausgedacht, welches zunächst jedoch harmlos aussieht. Die Freundinnen müssen sich eine geheime Identität einer prominenten Persönlichkeit ausdenken und annehmen, die anderen dabei erraten, um wen es sich handelt.

Am Anfang fand ich es ein wenig verwirrend und rätselte, wer nun von den vieren „die Böse“ ist, und ob wohl jede von ihnen Dreck am Stecken hat. Schnell jedoch wird klar, dass die Einladung nur ein Vorwand war, um die anderen drei Freundinnen in die Abgeschiedenheit des Waldes zu locken, und dass etwas Grauenvolles die Damen erwartet.

Ich muss zugeben, dass ich keine der Frauen sonderlich sympathisch fand. Im Gegenteil. Privat würde ich mich mit solchen Zicken nicht abgeben. Jede von ihnen lästert über die andere, die Frauen beschuldigen sich gegenseitig, verraten Geheimnisse übereinander und lassen auch sonst nichts aus, um der jeweils anderen Freundin eine reinzudrücken. Zum größten Teil fand ich alle 4 Frauen sehr anstrengend.

In der Mitte fand ich es dann auch recht anstrengend und dachte mir: „worauf möchte die Autorin hinaus?“

So zieht sich die erste Hälfte des Buches etwas lahm hin. Jedoch wird es ab dann auch endlich spannend, so dass ich das Buch dann auch nicht mehr weglegen konnte.

Der Spannungsbogen hält sich dann auch konstant bis zum Schluss, jedoch war das Ende für mich persönlich wieder zu vorhersehbar.

Der Schreibstil der Autorin Sue Fortin ist sehr flüssig. Sie beschreibt die Charaktere sehr genau, so dass ich ein Bild vor Augen hatte.




Mein Fazit:
Für einen Thriller ganz ok, aber jetzt nicht so überragend. Ich persönlich hätte mir anhand des Klappentextes mehr versprochen. So für zwischendurch ist das Buch allerdings auch nicht schlecht.  Aus der Story selbst hätte man aber noch deutlich mehr herausholen können. Ich vergebe deshalb 3 von 5 Büchersternchen.




Kaiserliches Bücherreich

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