Samstag, 21. März 2020

Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin



***WERBUNG***

Infos zum Buch:

Titel: Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin
Teil einer Reihe: ja, Teil 1 von 3
Autorin: R. F. Kuang
Genre: Fantasy
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 20.01.2020
Seiten: 672
Preis: 16,00Euro (Broschiert)
ebook: 12,99 Euro

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Klappentext:

Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte.






Meine persönliche Meinung





Das Cover:
Das Cover ist richtig gut gelungen. Im Fokus die kämpferische Protagonistin Rin, fühlte ich mich tatsächlich ein wenig an Mulan erinnert. Die Gestaltung des Buchcovers passt richtig gut zum Inhalt.





Die Handlung:
Gleich zu Beginn lernt der Leser diese Welt, geprägt von Krieg und Armut, durch die Augen der jungen Runin, kurz Rin, kennen.
Rin ist eine Waise und lebt bei ihrer Adoptivfamilie, welche sie nur ausnutzt und für ihren illegalen Opiumhandel missbraucht. So führt sie ein trostloses Leben, in der einzig und allein ihr kleiner Adoptivbruder ein Lichtblick ist. Ihre Zukunft sieht noch düsterer aus. Um weiterhin den illegalen Opiumhandel zu sichern, soll Rin an den doppelt so alten Inspektor als Ehefrau verkauft werden. Um diesem Schicksal zu entgehen, setzt Rin alles daran, um an der Kriegsakademie in Sinegard angenommen zu werden, was ihr auch gelingt.

Jedoch muss sie sich dort gegen überhebliche Kommilitonen behaupten, die Rin wegen ihrer ärmlichen Herkunft verspotten.

Die Welt, die die Autorin hier sehr detailreich beschreibt, ist sehr grausam und düster. Geprägt von politischen Konflikten, Unterdrückung der Armen und Vorurteilen, muss sich hier ein junges Mädchen einen Platz schaffen. Gespannt verfolgte ich den Weg von Rin und war über ihre Entwicklung sehr überrascht, und auch erfreut. Rin ist für mich eine sehr mutige junge Frau, die jedes Hindernis zu überwinden scheint. Tatsächlich hat mich ihr starker Charakter sehr an Mulan erinnert. Sie ist sehr intelligent, mutig, stark und ehrgeizig. Sie lässt sich nicht entmutigen und genau das macht eine wundervolle Protagonistin für mich aus.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, die Spannung an den richtigen Stellen aufkommen zu lassen. Die Kämpfe und Manöver der Armee waren für meinen Geschmack etwas zu bildhaft beschrieben und auch teilweise sehr langatmig. In der zweiten Hälfte legt die Autorin sogar noch eine Schippe drauf, da dort die Handlung sehr brutal wird. Hier wäre meiner Meinung nach auch vorab eine Triggerwarnung angebracht gewesen, da hier Verstümmelung, Vergewaltigung, grausamer Mord und Folter sehr genau in Szene gesetzt wurden.

Das Buch ist als Trilogie angesetzt und ich kann es kaum erwarten, wenn es endlich mit Rin weitergeht. Jedoch muss ich auch diesen Teil erstmal sacken lassen, da hier sehr viele Emotionen und Eindrücke auf mich niedergeprasselt sind.




Mein Fazit:

Also wer hier eine romantische Fantasystory erwartet, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Es ist zwar ein Fantasybuch über eine Schamanin, jedoch liegt der Fokus hier auf der grausamen Unterdrückung sämtlicher Völker. Das Setting ist sehr düster und nichts für schwache Nerven. Jedoch konnte die Story voll und ganz meinen Geschmack treffen. Ich vergebe hier 4 von 5 Büchersternchen für ein originelles Setting und eine ausdrucksstarke Schreibweise.


Freitag, 28. Februar 2020

Die Wälder


(WERBUNG)


Infos zum Buch:

Titel: Die Wälder
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autorin: Melanie Raabe
Genre: Thriller
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsdatum: 27.12.2019
Seiten: 432

Preis: 16,00 Euro (Broschiert)
ebook: 12,99 Euro

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Klappentext:
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ... 

(Quelle: www.randomhouse.de)


Meine persönliche Meinung



Das Cover:
Für einen Thriller, der viel Spannung verspricht, ist die Buchgestaltung genau richtig. Das Cover wirkt geheimnisvoll und man fragt sich direkt, welche Dinge in dem Wald wohl lauern.






Der Inhalt:
Ich muss zu Beginn sagen, die ist das erste Buch, welches ich aus der Feder dieser Autorin gelesen habe, obwohl von ihr schon Bücher existieren. Warum eigentlich?
Der Einstieg in’s Buch gelang mir recht leicht. Die Protagonistin Nina erhält die Nachricht, dass ihr Kindheitsfreund Tim plötzlich und unerwartet verstorben ist. Sie bricht aus allen Wolken, vor allem, da Tim wohl zuvor dringend versucht hat, sie zu erreichen. Tim hat ihr eine Botschaft hinterlassen: Nina soll seinen verschollenen Schwester finden, die scheinbar in den Wäldern, welche ihren Geburtsort, ein kleines abgelegenes Dorf umgeben, verschwunden ist. Zunächst noch unentschlossen, macht sich Nina dann doch auf, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Auch scheint Nina nicht die Einzige zu sein, die von Tim gebeten wurde, sich auf die Suche nach der verschwundenen Schwester zu machen.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass Nina und ihre Freunde durch ein Verbrechen traumatisiert sind, das wohl in ihrer Kindheit lag. Wie das Ganze mit dem Verschwinden von Tim’s Schwester zusammenhängt, klärt sich dann im Verlauf der Geschichte.

Ist die Story zu Beginn etwas langatmig, schafft die Autorin es, die Spannung mit jedem Kapitel ab der Hälfte dann zu steigern.

Der Hauptpart wird aus der Erzählerperspektive geschildert, jedoch kurze Einblicke in die Vergangenheit geben uns die Gedanken und Rückblenden der Freunde, die damals noch Kinder waren. Dass bei den Rückblenden die Schrift kleiner wird, fand ich hilfreich.

Die Charaktere sind alle sehr interessant, wenn auch gleich mir keiner davon so besonders sympathisch war.

Das Ende muss ich sagen, kam mir persönlich etwas zu abrupt und war auch vorhersehrbar.

Die Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich denke, das wird nicht mein letztes Buch von Frau Raabe gewesen sein.






Mein Fazit:
An für sich ist das Buch sehr spannend. Ein gekonnter Mix aus Thriller und Drama haben mich sehr gut unterhalten. Trotz kleiner Kritikpunkte gebe ich dem Buch gerne 4 von 5 möglichen Büchersternchen.





Birthday Girl


(WERBUNG)


Infos zum Buch:

Titel: Birthday Girl
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autorin: Sue Fortin
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 09.12.2019
Seiten: 481

Preis: 10,00 Euro (Broschiert)
ebook: 9,99 Euro



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Klappentext:

Sie spielen ein perfides Spiel. Doch nur eine kennt die Regeln.
Für ihren Geburtstag hat sich Joanne etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie lädt ihre drei besten Freundinnen zu einem Wochenende in eine abgelegene Hütte in den schottischen Wäldern ein. Und sie hat dafür ein Spiel vorbereitet. Denn was die anderen voneinander nicht wissen: Jede von ihnen verbirgt ein dunkles Geheimnis, und Joanne plant, jedes einzelne nach und nach zu enthüllen. Doch dann ist plötzlich eine von ihnen tot. War es ein Unfall oder Mord? Können die Freundinnen einander noch trauen oder hat das tödliche Spiel um die Wahrheit gerade erst begonnen?

(Quelle: www.randomhouse.de)





Meine persönliche Meinung






Das Cover:
Das Cover passt recht gut zu einem Thriller. Die junge Frau im roten Mantel scheint vor etwas oder jemandem auf der Flucht zu sein. Anhand der Buchgestaltung würde ich mich schon mal auf einen spannenden Thriller gefasst machen.





Der Inhalt:
Der Einstieg gelang mir sehr leicht. Man lernt als Leser die Protagonistin Carys kennen, die eine zugegebenermaßen etwas merkwürdige Geburtstagseinladung erhält von ihrer Freundin Joanne. Außer ihr sind noch zwei weitere Freundinnen, Andrea und Zoe eingeladen. Zunächst sieht es so aus, als wären alle 4 Frauen beste Freundinnen und ziemlich dicke miteinander. Jedoch wird man recht schnell ernüchtert.

Die drei Frauen werden von einem Privatjet abgeholt und nach einer beschwerlichen Fahrt landen sie mitten in der Pampa von Schottland, ganz weit abgeschieden vom nächsten Ort in einem einsamen Haus mitten im Wald. Schon jetzt merkt man, dass die Stimmung immer eisiger wird. Als dann auch noch ihre Handys eingesammelt werden, wusste ich, das kann nichts Gutes bedeuten.

Joanne, die die drei anderen bereits erwartet hat, hat sich ein etwas merkwürdiges Spiel ausgedacht, welches zunächst jedoch harmlos aussieht. Die Freundinnen müssen sich eine geheime Identität einer prominenten Persönlichkeit ausdenken und annehmen, die anderen dabei erraten, um wen es sich handelt.

Am Anfang fand ich es ein wenig verwirrend und rätselte, wer nun von den vieren „die Böse“ ist, und ob wohl jede von ihnen Dreck am Stecken hat. Schnell jedoch wird klar, dass die Einladung nur ein Vorwand war, um die anderen drei Freundinnen in die Abgeschiedenheit des Waldes zu locken, und dass etwas Grauenvolles die Damen erwartet.

Ich muss zugeben, dass ich keine der Frauen sonderlich sympathisch fand. Im Gegenteil. Privat würde ich mich mit solchen Zicken nicht abgeben. Jede von ihnen lästert über die andere, die Frauen beschuldigen sich gegenseitig, verraten Geheimnisse übereinander und lassen auch sonst nichts aus, um der jeweils anderen Freundin eine reinzudrücken. Zum größten Teil fand ich alle 4 Frauen sehr anstrengend.

In der Mitte fand ich es dann auch recht anstrengend und dachte mir: „worauf möchte die Autorin hinaus?“

So zieht sich die erste Hälfte des Buches etwas lahm hin. Jedoch wird es ab dann auch endlich spannend, so dass ich das Buch dann auch nicht mehr weglegen konnte.

Der Spannungsbogen hält sich dann auch konstant bis zum Schluss, jedoch war das Ende für mich persönlich wieder zu vorhersehbar.

Der Schreibstil der Autorin Sue Fortin ist sehr flüssig. Sie beschreibt die Charaktere sehr genau, so dass ich ein Bild vor Augen hatte.




Mein Fazit:
Für einen Thriller ganz ok, aber jetzt nicht so überragend. Ich persönlich hätte mir anhand des Klappentextes mehr versprochen. So für zwischendurch ist das Buch allerdings auch nicht schlecht.  Aus der Story selbst hätte man aber noch deutlich mehr herausholen können. Ich vergebe deshalb 3 von 5 Büchersternchen.




Freitag, 14. Februar 2020

Der unsichtbare Freund


(WERBUNG)


Infos zum Buch:
Titel: Der unsichtbare Freund
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autor: Stephen Chbosky
Genre: Fantasy/Horror/Thriller
Erscheinungsdatum: 04.11.2019
Seiten: 912
Laufzeit: 22 Stunden, 49 Minuten
Preis: 24,00Euro (Hardcover)
MP3-CD: 17,80 Euro
ebook: 18,99 Euro









Klappentext:

Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sichs versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.

(Quelle/Bild: www.randomhouse.de)






Meine persönliche Meinung




Das Cover
Die Buchgestaltung ist hier sehr passend. Im Fokus der Protagonist Christopher, der mit den Bäumen des Waldes zu verschmelzen scheint, das Ganze wird dann in edlem Weiß gehalten. Für dieses Genre ist das Cover einfach ideal.




Der Inhalt
Wie im Klappentext schon beschrieben, dreht sich die Geschichte hauptsächlich um den jungen Christopher, der mit seiner Mutter neu in die Stadt gezogen ist. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in der Schule findet er dort neue Freunde.

Kurz darauf verschwindet Christopher für 6 Tage spurlos. Das ganze Dorf ist in heller Aufregung und auf der Suche nach ihm, als er plötzlich unversehrt am Straßenrand aufgegriffen wird. Wo genau er sich in dieser Zeit befunden hat, kann er nicht genau sagen. Einzig die Erklärung, der „nette Mann“ hätte ihn gerettet, ist alles, was seine Mutter, der Sherif und alle übrigen aus ihm herausbekommen können.

Danach geht die Geschichte richtig voran. Waren Christopher und seine Mum zuvor noch irgendwie vom Pech verfolgt, scheinen die beiden nun eine unerwartete Glückssträhne zu haben. Erst ein Lottogewinn, einen neue Anstellung für Christophers Mutter Kate, dann nur gute Schulnoten für unseren Protagonisten, der zuvor noch unter Legasthenie litt ……. Da dachte ich mir als Leser nur: „hmmm, irgendwas geht da doch nicht mit rechten Dingen zu!“

Jedoch bleibt die Geschichte bei weitem nicht so idyllisch. Etwas Böses hat Einzug in das kleine Dorf erhalten und einzig und allein Christopher schient in der Lage, dieses Böse in Form der „zischenden Lady“ wahrzunehmen und aufhalten zu können.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, zum einen hauptsächlich von Christopher, dann von seiner Mutter, aber auch von seinen Freunden und Lehrern, Nachbarn und sogar aus der Sicht von Larry, dem Exfreund von Kate. Das erhöht den Spannungsbogen an den richtigen Stellen. Gerade, wenn man es bei der einen Perspektive vor Spannung kaum noch aushalten kann, wechselt gemeinerweise die Sichtweise schon wieder und der Autor switcht ganz geschickt zum nächsten Charakter.

Wenn ich an dieser Stelle bei dem weiteren Verlauf in’s Detail gehen würde, würde ich Gefahr laufen, zu spoilern, jedoch möchte ich dem Leser dieses Lesevergnügen nicht kaputt machen.

Das Buch ist sehr sehr düster. An manchen Stellen dachte ich, dass dieses Buch tatsächlich von Stephen King stammen könnte, da mir sonst kein anderer Autor einfallen könnte, der es mit absolut gruseligen Fantasien vermag, den Leser so in Atem zu halten. Tatsächlich verspürte ich manchmal sogar den Wunsch, mich unter meiner Bettdecke zu verstecken, wenn es allzu gruselig wurde.

Der Verlauf des Buches ist sehr spannend und dem Leser wird keine Atempause gegönnt. Da ich das Hörbuch immer beim Autofahren auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause gehört hatte, konnte ich tatsächlich schon den nächsten Arbeitstag kaum erwarten.

Dem Autor ist es sehr geschickt gelungen, mich total auf's Glatteis zu führen. Als die Lage sich zuspitzt, weiß der Leser nicht mehr, wer ist gut, wer böse, worauf wird die Story hinauslaufen. Das Buch hält also einiges an Überraschungen parat.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm. Ein sehr düsteres und gruseliges Setting, sowie ein moralischer Hintergrund machen dieses Buch einfach perfekt.


Der Hörbuchsprecher David Nathan ist mir schon von dem Hörbuch „Das Institut“ von Stephen King bekannt gewesen. Und wieder hat er es mit seiner tollen Stimme und Erzählkunst geschafft, mich ganz in seinen Bann zu ziehen.
Er setzt den Perspektivenwechsel gekonnt und glaubhaft in Szene. Dieser angenehmen Stimme könnte ich stundenlang zuhören.

Lange habe ich mir mit der Rezension schwer getan. Ich dachte, das Buch ist einfach zu schier und doch wieder zu gut, so dass mir lange Zeit die richtigen Worte gefehlt hatten.




Mein Fazit:
Müsste ich mit nur einem Wort das Buch beschreiben, so wäre meine Wortwahl einfach nur: „SCHIER“
Für alle Fans von Stephen King ist dieses Buch nahezu ein Muss. Mich konnte es in allen Punkten voll überzeugen. Gruselige Momente sowie auch Themen über Freundschaft und Zusammenhalt machten diese Geschichte für mich zu einem ganz besonderen Lese- bzw. Hörvergnügen.
Meine volle Punktezahl für diese geniale und originelle Story.





Freitag, 17. Januar 2020

Der Hof der Wunder


(WERBUNG)


Infos zum Buch:

Titel: Der Hof der Wunder
Teil einer Reihe: ja, weitere Bände sind in Planung
Autorin: Kester Grant
Genre: Fantasy
Verlag: Randomhouse Audio/Piper
Erscheinungsdatum: 02.12.2019
Seiten: 416
Laufzeit: 9 Stunden, 26 Minuten
Preis: 17,00 Euro (Broschiert)
MP3-CD: 17,00 Euro






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Klappentext:
In einem alternativen Paris des Jahres 1823 ist die Französische Revolution fehlgeschlagen. Skrupellose Aristokraten teilen sich die Stadt mit neun kriminellen Gilden, die die Unterwelt regieren. Zwischen den Gilden herrscht ein brüchiger Frieden. Nina, Angehörige der Diebesgilde, will ihre Schwester Azelma retten. Kaplan, der Oberste der »Gilde des Fleisches«, spezialisiert auf Menschenhandel und Prostitution, hat sie an sich gerissen. Aber die Diebe wollen sich nicht mit Kaplan anlegen. Die junge Waise Ettie soll Nina bei einem verzweifelten Befreiungsplan helfen. Doch unvorhersehbare Ereignisse wie eine Hungersnot und neue Revolutionäre zwingen die ungleichen Verbündeten dazu, sich den verfeindeten Gilden anzudienen und bis zur großen Zusammenkunft der Gilden, dem legendären Hof der Wunder, zu überleben. Aber als Kaplan auf die Spur der beiden kommt, droht in ganz Paris ein Krieg auszubrechen ...





Meine persönliche Meinung



Das Cover:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick jetzt nicht so ansprechend, für die Story hätte ich mir irgendwie eine imposantere Buchgestaltung gewünscht.





Die Handlung:
Als ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich unverzüglich an Victor Hugo’s “Les Miserables“ denken. Und tatsächlich gibt es zu dieser Geschichte und diesem Buch hier unendlich viele Parallelen.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und poetisch. Man kann sich als Leser in diese Zeit richtig gut hinein versetzen.

Das Setting ist richtig gut gelungen und beschreibt eine sehr düstere und elende Zeit, geprägt von Hunger und Krankheit.

Jedoch ist in diesem alternativen Paris die französische Revolution gescheitert. Die Armen nehmen ihr trostloses Dasein einfach so hin, die Reichen verfahren nach Herzenslust und machen, was sie wollen. Eine sehr düstere und schreckliche Ausgangssituation. Hier wird eine Welt beschrieben, in der man wirklich nicht leben möchte.

Die Protagonistin Nina Thenardier (ja, auch dieser Name ist in Les Mis‘ kein Unbekannter), lässt nichts unversucht, ihre Schwester Azelma zu beschützen. Diese wurde von ihrem Vater an Kaplan, den Herrscher der Gilde des Fleisches und Prostitution verkauft.
Als Nina zur Gilde der Diebe gebracht gelangt, dauert es nicht mehr lange, und sie wird zur “schwarzen Katze“, der besten Diebin von Paris.

Die Geschichte nimmt also ihren Lauf und lässt den Leser mitfiebern, und diese düstere Zeit nahezu real miterleben.
Nina ist für mich eine sehr starke, mutige und durchweg sympathische Protagonistin mit Rückgrat und vielen Facetten.

Was mich an dem Buch total fasziniert, es ist als Fantasy deklariert, jedoch kommt dieses Buch gänzlich ohne Magie oder magische Gestalten wie Elfen und dergleichen aus.

Die Autorin spricht Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt aber auch Verrat und Rache sehr gut an und verpackt diese in einer vollkommen originellen Story.

Die Kluft zwischen den Armen und dem Adel ist nahezu greifbar und sehr gut geschildert, was dem Buch eine sehr spannende Atmosphäre verleiht. Ständig stellte ich mir beim Lesen die Frage: wann erhebt sich das Volk endlich komplett gegen die Reichen? Bürger, steht auf, wehrt euch!

Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen aufrecht zu halten, das nimmt auch während des kompletten Buches nicht ab.

Die Charaktere sind zum Leben erweckt worden und sehr detailreich veranschaulicht.

Die Stimme der Hörbuchsprecherin Marie Bierstedt ist sanft und anspruchsvoll. Sie versteht es, die einzelnen Charaktere so zu lesen und ihnen Leben einzuhauchen, dass man den Personenwechsel im Dialog jederzeit nachvollziehen kann.




Mein Fazit:
Dieser tolle und imposante Auftakt einer sehr originellen Buchreihe verlangt den Leser sofort nach einer Fortsetzung. Ich hoffe, wir müssen auf diese nicht allzu lange warten.
Für das tolle Setting und sehr vielversprechende Charaktere verdient dieses Buch die volle Punktezahl mit 5 von 5 magischen Büchersternchen.





Samstag, 11. Januar 2020

Das Weihnachtslied



(WERBUNG)

Infos zum Buch:

Titel: Das Weihnachtslied
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autorin: Angelika Schwarzhuber
Genre: Drama, Romanze
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.09.2019
Seiten: 417
Preis: 9,99Euro (Broschiert)
Ebook: 8,99 Euro

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Klappentext:
Mia probt für das weihnachtliche Schulkonzert, als der neue Musiklehrer Daniel sie von heute auf morgen ersetzen soll. Dann stirbt auch noch überraschend ihr geliebter Vater. Valerie reist von New York an den Chiemsee, um ihrer Zwillingsschwester beizustehen. Den Schwestern fällt es schwer, nach den langen Jahren, in denen sie seit der Scheidung der Eltern getrennt waren, wieder zur alten Vertrautheit zu finden. Noch nicht einmal ihr gemeinsamer Freund Sebastian kann vermitteln. Da entdeckt Mia Noten für ein geheimnisvolles Weihnachtslied, das ihr Vater einst geschrieben hat. Und damit beginnt sich alles zu verändern ...







Meine persönliche Meinung




Das Cover
Das Cover versetzt den Leser sofort in Weihnachtsstimmung und passt auch sehr gut zu den anderen Weihnachtsbüchern von Angelika Schwarzhuber. Besonders gut gefallen mir hier mal wieder die Glitzerelemente.





Der Inhalt
Zu Beginn wird der Leser an die beiden Protagonistinnen, den zweieiigen Zwillingen Valerie und Mia herangeführt. Beider könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Valerie bei ihrer Mutter das Leben der High Society in Manhatten genießt, hat Mia in ihrem Beruf als Musiklehrerin am Chiemsee stark zu kämpfen. Seit der Scheidung ihrer Eltern haben die beiden Schwestern sich nicht mehr gesehen.

Man erhält sehr detailreiche Einblicke in das Leben der beiden Frauen. Kurze Kapitel lassen den Leser in der Zeit zurückspringen, als die Zwillingen noch nicht getrennt waren. Beide waren nicht nur Schwestern, sondern auch beste Freundinnen. Man fragt sich natürlich sofort, was ist nur passiert, dass die Beiden so langen Zeit keinerlei Kontakt zueinander hatten.

Der Tod des Vaters führt die beiden ganz langsam wieder zusammen und bringt sie einander näher. Es gibt auch für jede der Schwestern eine hauchzarte Romanze, aber ohne übertrieben kitschig zu wirken. Jedoch wird das Hauptaugenmerk hier auf die Familienzusammenführung gelegt, was gerade in der Weihnachtszeit ein sehr wichtiges Thema ist.

Mit beiden Schwestern bin ich schnell warm geworden, jede fand ich auf ihre Art sehr sympathisch. Während Mia eher impulsiv ist, lässt sich Valerie von ihrer Mutter noch sehr viel gefallen und deren Meinung aufzwingen. Jedoch macht gerade Valerie im Verlauf des Buches eine richtig tolle Wandlung.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und für ein Buch von Frau Schwarzhuber wieder sehr typisch. Man konnte die weihnachtliche Atmosphäre richtig spüren.

Nachdem ich das Buch dann beendet hatte, musste ich die Geschichte erst einmal sacken lassen, da hier wieder sehr viele Emotionen und Eindrücke zusammen kamen.

Die Autorin spricht mit diesem Buch hier Themen wie Vorurteile, Selbstbewusstsein, Vergebung und auch familiäre Missverständnisse an. Diese Punkte sind gerade in der heutigen Gesellschaft aktuell und regen den Leser zum Nachdenken an.

Ich muss gestehen, es gibt glaube ich kein Weihnachtsbuch von Frau Schwarzhuber, welches mich nicht dazu bringt, mindestens ein Päckchen Taschentücher voll zuheulen, aber gerade das machen ihre Bücher aber auch aus. Ich war emotional total aufgewühlt, aber auch schöne Art und Weise.

Ein kleiner Hauch von Mystery war auch wieder dabei, jedoch diesmal nicht ganz so stark ausgeprägt, wie in den vorherigen beiden Weihnachtsbüchern.

Inzwischen bin ich selbst ein riesengroßer Fan von Angelika Schwarzhuber geworden und hoffe inständig, dass es auch Ende diesen Jahres wieder ein Weihnachtsbuch aus ihrer Feder geben wird. Ihre wundervolle Art der Ausdrucksweise machen jedes ihrer Bücher für mich zu einem unbeschreiblichen Lesegenuss.

Total süß finde ich auch, dass es am Ende des Buches wieder Rezepte zum Nach kochen gibt, welche in der Geschichte vorkommen.




Mein Fazit:
Mit “Das Weihnachtslied“ hat Angelika Schwarzhuber wieder mal ein richtig schönes Weihnachtsbuch gezaubert, welches mich wieder richtig begeistern und in Weihnachtsstimmung versetzen konnte. Für mich war dieses Buch wieder ein wahres Geschenk in der Weihnachtszeit und daher gebe ich verdiente 5 von 5 möglichen Büchersternchen.




Samstag, 7. Dezember 2019

Das Institut


(WERBUNG)

Infos zum Buch:

Titel: Das Institut
Teil einer Reihe: nein, Einzelband
Autor: Stephen King
Sprecher: David Nathan
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 10.09.2019
Laufzeit: 1150 Minuten
Preis: 26,00 (Audio mp3CD)
Ebook: 19,99 Euro
Gebundene Ausgabe: 26,00 Euro

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Klappentext:
In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Endringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Luke erfährt, dass andere Kinder vor ihnen nach einer Testreihe verschwanden. Und nie zurückkehrten.







Meine persönliche Meinung




Das Cover:

Das Cover finde ich total cool. Im Fokus steht Luke Ellis, der Protagonist der Geschichte. Ein echter Hingucker, obwohl es doch eher schlicht ist.




Die Story:

Über die Stimme des Sprechers könnte ich stundenlang nur Loblieder singen. David Nathan hat so eine immens angenehme Stimme, er versteht es, die Stimmlagen zu wechseln, so dass man genau weiß, wann welcher Buchcharakter zum Zuge kommt.
Meine ganzen Bloggerkolleginnen und Kollegen hatten mir zuvor von ihm schon vorgeschwärmt und ich muss sagen, sie hatten nicht übertrieben.

Zur Story: Der Einstieg war für mich zu Beginn etwas langatmig. Stephen King beginnt die Geschichte nicht mit dem Protagonisten Luke, sondern fängt mit Tim, einem Nebencharakter an, welcher aber erst gegen Ende für die Storyline noch wichtig wird. So lernt man dann den Expolizisten Tim näher kennen, der sich in einem abgelegenen Ort niederlässt, um nochmal ganz neu anzufangen. Man fragt sich gleich, was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat und wann es denn endlich richtig los geht.

Nach ca. 50 Seiten lernt man dann endlich den 12-jährigen Luke Ellis kennen. Ein Genie, vor allem in Mathematik. Er hat etliche Klassen übersprungen und gilt als Wunderkind. Dennoch ist er vom Charakter her ein ganz einfacher und sehr sympathischer und auch witziger junger Mann.

Luke wird völlig aus seiner Welt gerissen, als sein Elternhaus nachts plötzlich überfallen, seine Eltern dabei getötet werden und er in das sogenannte Institut verschleppt wird.

Dort lernt er andere Kinder kennen, mit übernatürlichen Fähigkeiten, allen voran die nette Calisha, den forschen Nick und später den kleinen Avery. Es gibt zwei Fähigkeiten, von denen jedes Kind maximal Eine besitzt: entweder TK (Telekinese) oder TP (Telepathie). Luke jedoch beherrscht die TK nur ganz schwach.
Schnell wird den Kids klar, dass es von dem grausigen Ort kein Entkommen gibt und dass sie niemandem vertrauen können.

Täglich müssen die Kinder an irgendwelchen Tests teilnehmen, um ihre Fähigkeiten zu testen und später auch zu verstärken. Wer sich weigert wird streng von den Ärzten und dem Pflegepersonal bestraft. Wer sich kooperativ zeigt, bekommt eine Belohnung in Form von Wertmünzen, die für Genussgüter wie Zigaretten oder Süßigkeiten gedacht sind.

Die Kids wachsen zu einer Art zweckgebundenen Familie zusammen. Jedoch nach wenigen Wochen verschwinden immer wieder Kinder in den sogenannten Hinterbau. Was dort mit den Kids geschieht, ist bisweilen unklar, es kann jedoch nichts Gutes sein.

An manchen Stellen musste ich vor lauter Spannung die Luft anhalten und hatte die Hände vor Wut zu Fäusten geballt. Ich fragte mich ständig: wie kann man wehrlosen Kindern sowas antun, sie ihren Familien zu entreißen und anstrengenden Tests zu unterziehen, angeblich für ein größeres Wohl.

In der Mitte wird genau beschrieben, welchen Schikanen Luke und seine Freunde ausgesetzt sind. Ich hoffte so, dass die Kids sich einfach alle mit ihren Kräften zusammenschließen und sich ihren Peinigern entgegen stellen.

Der letzte Teil, bzw. die dritte CD wird so richtig spannend und actionreich. Ich will hier nicht groß spoilern, aber ich kann schon mal verraten dass Luke tatsächlich die Flucht gelingt und er nun alles dransetzt, seine Freunde zu befreien.

Das Ende war für mich dann eher ernüchternd. Es war zwar im Großen und Ganzen zufrieden stellend, jedoch hätte ich mir da etwa mehr gewünscht. So hinter bleibt der Eindruck, wer Geld und Macht hat, kann sich alles erlauben und kommt am Ende ungeschoren davon.

Stephen King ist ja bekannt durch Horrorbücher wie “ES“ , “Friedhof der Kuscheltiere“ oder “Carrie“. Wer hier mit einer Geschichte voller Horrorelemente rechnet, den muss ich enttäuschen. Es handelt sich eher um einen Thriller, der paranormale Aspekte wie Telepathie und Telekinese am Rande behandelt.



Fazit:

Ich glaube, in meinem ganzen Bloggerdasein war ich mir bei einem Fazit und einere Bewertung noch nie so unsicher. Soll ich nur 4 Sterne oder doch 5 Sterne vergeben? Puh, da habe ich mir schwer getan. Obwohl ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, vergebe ich dem Buch dann doch nach reichlich Überlegung die volle Punktezahl, da das Buch so spannend war, dass es mir viele schlaflose Nächte bereitet hat.


Kaiserliches Bücherreich

Kaiserliches Bücherreich